Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 397 (sequence 420)
- Language
- German, English, Hebrew
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ziehen. Es soll nicht mehr vorkommen, dass man in Palästina oft gezwungen war, für Immigranten Ausgaben zu machen, die sonst nicht hätten gemacht werden müssen, weil man nicht gewusst hat, dass diese Immigranten wohlhabende Leute sind. Es soll nicht vorkommen, dass man die verschiedenen Kategorien vermischt. Es soll eine genaue Grenze gezogen wenden zwischen jenen Immigranten, für die wir moralisch und materiell verantwortlich sind, und jenen, für die wir nicht verantwortlich sind. Was die Finanzierung der Alijah anbelangt, so haben wir der Budget- Kommission unsern Vorschlag übermittelt. Ich werde Ihnen diesen Vorschlag vorlesen. Wir verlangten ein Darlehen für die Einwanderung von 10.000 Pfund, für Unterkunft, Verpflegung der Einwanderer und Kopfsteuer 17.000 Pfund, für die Administration in Palästina 7000 Pfund, für die Palästina- Aemter im Galuth 5400 Pfund, für Reisezuschüsse 5000 Pfund, für Hachscharah 5000 Pfund, für Diverses 2500 Pfund. Wir wissen nicht, in welchem Stadium sich unsere Forderungen bei der Budget-Kommission befinden. Wir behalten uns aber vor, bei der Budget-Debatte in diesem Punkte einzugreifen und unsere Forderungen zu verteidigen. Bezüglich der Finanzierung der Alijah haben wir Ihnen drei Vorschläge zu machen, die nicht neu sind, sondern die bereits gefassten Beschlüsse früherer Kongresse ergänzen. Der erste Vorschlag lautet (liest): 4. Die von der Zionistischen Exekutive als notwendig anerkannten Palästina-Aemter werden aus zentralen Mitteln für Rechnung des Alijah-Budgets erhalten. Es hat trüher geheissen, aass es viele Palästina-Aemter gibt, die, obwohl sie nicht zentral sind, sehr wichtige Funktionen für die Wanderung zu versehen haben. Unsere Sorge geht dahin, den Apparat der Alijah so zu erhalten, dass er von den Schwankungen und Unsicherheiten der materiellen Situation in den Landesorganisationen unabhängig gemacht wird und dass die Jewish Agency oder die Exekutive einen starken, normalen, gesunden Apparat in ihre Hand bekommt. Die nächsten zwei Vorschläge, die wir Ihnen in dieser Beziehung zu machen haben, sind fast eine blosse Wiederholung der vom Xli. Kongress beschlossenen und lauten (liest): 5. Der Kongress betont neuerlich die Notwendigkeit, im Weg& der Zionistischen Finanzinstitute diejenigen finanziellen Einrichtungen zu schaffen, welche die Geldüberweisung für die Emigranten, die Liquidierung ihres Vermögens (Emigrations-Banken) und die Schaffung und Entwicklung von Auswanderer-Kooperativen ermöglichen. 6. Der Kongress verpflichtet die Leitung, aus denjenigen Mitteln, die ihr vom Keren Hajessod zur Verfügung gestellt werden, entsprechende Beträge zur Bestreitung eines Teiles der Reisespesen produktiver und geeigneter Olim zu gewähren. Diese Vorscnläge sind nur eine Erweiterung uer bereits vom vorigen Kongress gefassten Beschlüsse. Es unterlag für niemanden einem Zweifel, dass das nach Palästina wandernde Menschenmaterial bereits hier im Galuth für Palästina vorbereitet zu werden hat. Erstens ist diese Hachscharah, materiell genommen, bedeutend billiger als die Vorbereitung in Palästina, zweitens gibt sie uns die Möglichkeit, das Material richtig auszuwählen, und drittens ist der Erfolg unserer Arbeit in Palästina stärker, wenn wir ein bereits vorbereitetes Menschenmaterial haben. Bis heute haben sich auf diesem Gebiete die Organisation des Fiechaluz, die Palästina-Aemter und gleichstehende Organisationen betätigt Die Kommission hat nach längerer Debatte folgende Be-3 Schlüsse gefasst: 7. Im Interesse der einheitlichen Durchführung der Hachscharah beschliesst der Kongress, mit der Leitung der Hachscharah- 397