Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 394 (sequence 417)
- Language
- German, English, Hebrew
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nen. Man wählt Kommissionen und diese schlagen es vor. Zu Ihrer Beruhigung habe ich ja noch gefragt, ob das die Kommission allein gemacht hat oder im Einverständnisse mit der Leitung der Kolonisationsabteilung. Damit, glaube ich, können Sie sich zufrieden geben. Delegierter Rabbiner Levin: Ich glaube, jedes Parlament wählt eine Kommission, um die Fragenzu studieren und dann das Parlament zu informieren. Wozu müssen wir der Exekutive Direktiven in bezug auf jede Einzelheit geben? Ich glaube, wir werden viel richtiger handeln, wenn wir die Budgets in allgemeinen Ziffern annehmen. Berichterstatter Dr. Ruieisen: Bei diesem Antrage scheint es sich um ein Missverständnis zu handeln. Ich erinnere Sie, dass auf dem vorigen Kongresse die Ziffern spezifiziert wurden. Aber im vorliegenden Falle sind sie garnicht spezifiziert. Ich bitte Sie, den Antrag noch einmal durchzulesen. Es wird darin festgestellt, dass der Plan der Leitung in Palästina vorgelegt wurde, dass dieser Plan diese. Ziffern enthält und aus einzelnen Punkten sich zusammensetzt, damit ein Überblick gewonnen werde, was überhaupt beabsichtigt ist. Der Antrag der Kommission sagt aber, was der Antragsteller will, dass der Kongress Einzelposten nicht bewilligen kann, nicht nur weil die Kommission nicht in der Lage ist, die einzelnen Punkte zu prüfen, sondern weil selbst die Summe nicht stimmt. Sie beträgt 160.000 Pfund und beantragt ist ja nur 125.000 Pfund oder was sonst die Budgetkonimission bewilligen wird. Es soll sich also nur um einen Überblick handeln, wozu das ungefähr bestimmt ist. Der Antrag selbst sagt aber, dass die Kommission Ihnen zur Beschlussfassung vorschlägt, es soll der Waad Hachaklauth im Einvernehmen mit der palästinensischen Leitung ermächtigt werden zu bestimmen, was mit dieser Summe zu geschehen hat. Vizepräsident Motzkin: Sie haben die Erklärung gehört. Es ist der Antrag gestellt worden, dass jener Teil der Resolution, wo mitgeteilt wird, welchen Vorschlag der Waad Hachaklauth über die einzelnen Summen gemacht hat, gestrichen werden soll. Delegierter Rabbiner Levin: Ich meine, es sollen die Ziffern gestrichen werden, die einzelnen Unternehmungen aber bleiben. Vizepräsident Motzkin: Herr Rabbiner Levin schlägt vor, nur die einzelnen Betriebe und Gebiete anzuführen, aber ohne Nennung von Ziffern. Wer für dieses' Amendement des Herrn Rabbiner Levin ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Der Antrag ist abgelehnt. Jetzt lasse ich über den gesamten Punkt e) des Antrages Nr. 2 (s. o. S. 393) abstimmen. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag der Kommission in der geänderten Fassung ist angenommen. Damit sind die Vorschläge der Kolonisationskommission angenommen. Es liegen noch Vorschläge des Herrn Dyk in Namen der Minorität der Kommission vor. Wünschen die Herren, dass wir diese Anträge der Reihe nach durchnehmen? Delegierter Dr. Arlosoroff: Die Frage ist eine rein technische, über die man nicht mit Majorität abstimmen kann. Ich schlage vor, das Ganze als Material der Leitung zu übermitteln. Vizepräsident Motzkin: Es* liegt auch ein Antrag vor, das von Herrn Dyk vorgetragene und begründete Material dem Waad Hachaklauth zu übergeben. 394