Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 416)
- Language
- German, English, Hebrew
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erwähnt, dass im Waad Hachaklauth vier Vertreter der palästinensischen Exekutive sitzen. An seiner Spitze steht Dr. Ruppin, der gleichzeitig ökonomischer Leiter unserer ganzen Siedlungsarbeit in Palästina ist. Herr Dr. Ruppin hat selbstverständlich diese Ziffern genehmigt und zwar auf Grund von Beratungen, die der Waad Hachaklauth gepflogen hat, und auf Grund ziffernmässiger Belege, die dem Waad Hachaklauth vorgelegen sind. Diese Ziffern wurden nicht nur im Einvernehmen, sondern im Vertrauen zu der Leitung in Palästina von der Kolonisationskommission akzeptiert, da die Mitglieder die einzelnen Posten nicht prüfen konnten, ohne an Ort und Stelle gewesen zu sein. Vizepräsident Motzkin: Ich bitte den Punkt e) des Antrages 2 in der neuen Fassung vorzulesen. (Geschieht wie folgt:) 2. e) Der Kommission wurde auf Grund ausführlicher Erörterung des Waad Hachaklauth ein Plan vorgelegt, nach welchem für Kleinsiedlungen ............... 47.625 Pfund Kooperative Betriebe............. 11.200 Kooperative Grossiedlungen.......... 25.875 „ Neusiedlung ................ 24.000 „ Einzelne Siedler in Kolonien und Farmen 24.900 „ Ueberiührung v. Chaluzim z. Landwirtschaft 4.500 „ Konsolidierung von Yemenitenwirtschaiten . 5.000 „ Landwirtschaftlichen Unterricht........ 8.100 „ Forstwirtschaft................ 3.000 Landwirtschaftliches Museum......... 900 „ Organisierungsspesen............. 3.620 „ Allgemeine Spesen........... 1 -280 „ Allgemeine opesen ........ i .^ou „ 160.000 Pfund vorgesehen waren. Da die Budgetkonimission nur einen geringeren Betrag iür landwirtschaftliche Kolonisation vorgesehen hat und eine perzentuelle Reduzierung der einzelnen Posten iür unmöglich erklärt wurde, beschliesst der Kongress. die nähere Bestimmung der iür landwirtschaftliche Kolonisation im Budget vorgesehenen Summe dem Einvernehmen zwischen dem Waad Hachaklauth und der Exekutive zu überlassen. Es wird jedoch bestimmt, dass iür den Fall, als die vorgesehene Gesamtzifier des Palästinabudgets im nächsten Jahre die von der Budgetkommission beschlossene Gesamtziiier übersteigen sollte, 50 Prozent der im Palästinabudget verwendeten etwaigen weiteren Beträge landwirtschaitlichen Siedlungszwecken zuzuwenden sind. Delegierter Rabbiner Moses Levin (Misrachi, jüdisch): Ich würde vorschlagen, die Spezifikation im ersten Teile des Absatzes zu streichen. Es ist unmöglich für etwas zu stimmen, was man noch nicht weiss.. Die Kommission schlägt uns die Zahlen vor, aber wir können nicht die Verantwortung auf uns nehmen, denn die Kommission hat uns nicht die Einzelheiten mitgeteilt. Wenn wir auch mit der Kommission darin übereinstimmen, dass diese Summe notwendig ist, so schlage ich dennoch vor, dass wir nur die Oesamtsumme annehmen, aber die Spezifikation streichen. Die Verantwortung für die Ausführung der Einzelheiten soll auf die Exekutive fallen und nicht auf uns, die wir keinen Einblick haben. Vizepräsident Motzkin: Ich will den Herrn Rabbiner Levin auf etwas aufmerksam* machen. In allen gesetzgebenden Körperschaften kommt es vor, dass Antsäge vorgelegt werden, die die Mitglieder der Körperschaften nicht beurteilen kön- 393