Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 405)
- Language
- German, English, Hebrew
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^welche Verpflichtungen sie gegenüber den Institutionen haben, und diese Verpflichtungen müssen genau präzisiert und der Leistungsfähigkeit der einzelnen Siedler angepasst werden. Es muss daher entweder ein Kolonisationsfonds bestehen, wie wir ihn heute vorschlagen, oder der Keren Hajessod und der Keren Kajemeth müssen formelle Verträge mit den einzelnen Siedlern abschliessen, zumindest mit den Siedlern, die dauernd angesiedelt wurden. Wir verlangen daher, dass die Exekutive diese Verträge in der nächsten Zeit abschliesse, damit man auch eine Uebersicht über die Gebarung der einzelnen Institutionen gewinnen kann und anderseits die Siedler genau wissen, was sie schuldig sind und wann sie das zurückzuzahlen haben. Schliesslich schlägt Ihnen die Kommission für landwirtschaftliche Siedlung in bezug auf das Budget folgenden Antrag zur Beschlussfassung vor (liest): e) Der Kommission wurde auf Grund ausführlicher Erörterungen des Waad Hachaklauth ein Plan vorgelegt, nach welchem für Pfund Kleinsiedlungen...................... 47.625 Kooperative Betriebe...................11.200 Kooperative Grossiedlungen................ 25.875 Neusiedlung.................... 24.000 Einzelne Siedler in Kolonien und Farmen .....■ . 24.900 Ueberführung von Chaluzim zur Landwirtschaft ..... 4.500 Konsolidierung von Yemenitenwirtschaften ........ 5.000 Landwirtschaftlichen Unterricht ............8.100 Forstwirtschaft ....................3.000 Landwirtschaftliches Museum............... 900 Organisierungsspesen................... 3.620 Allgemeine Spesen.................... 1.280? 160.000 vorgesehen waren. Da die Budgetkommission nur ein Pauschale von 125.000 Pfund iür landwirtschaftliche Kolonisation vorgesehen hat und eine perzentuelle Reduzierung der einzelnen Posten für unmöglich erklärt wurde, beschließt der Kongress, die nähere Bestimmung der für landwirtschaftliche Kolonisation im Budget vorgesehenen Summe von 125.000 Pfund dem Einvernehmen zwischen dem Waad Hachaklauth und der Exekutive zu überlassen. Es wird Jedoch bestimmt, dass für den Fall, als die vorgesehene Gesamtziffer des Palästinabudgets im nächsten Jahre die von der Budgetkommission beschlossene Gesamtziffer übersteigen sollte, fünfzig Prozent der im Palästinabudget verwendeten etwaigen weiteren Beträge landwirtschaftlichen Siedlungszwecken zuzuwenden sind. Dieser Punkt erfordert einige Erläuterungen. Wir haben jetzt zum erstenmale die Ergebnisse der Arbeiten des Waad Hachaklauth in Palästina vorgefunden. Dieser Waad, der ungefähr so eingerichtet ist wie der Waad Hachinuch, besteht aus vier Vertretern der Exekutive und drei Vertretern, welche vom Waad Haleumi entsendet werden, und umfasst Vertreter verschiedener Siedlungsgruppen und Siedlungsklassen. Der Waad Hachaklauth hat über das vorzulegende Budget monatelang beraten, und dieses Budget ist also das Ergebnis langwieriger Beratungen und fachmässiger Erörterung. Wir, in der Kolonisationskommission, waren natürlich nicht imstande nachzuprüfen, ob die Beträge, die für die verschiedenen Siedler und für die verschiedenen Moschawe Owdim und für die Konsolidierung bestehender Betriebe vom technischen und landwirtschaftlichen Standpunkte aus ausgeworfen wurden, zweckmässig sind, weil wir an Ort und Stelle hätten Studien vornehmen müssen. Es war uns daher unmöglich, diese Sachen auf ihre Zweckmässigkeit zu prüfen. Da wir jedoch die Autorität des Waad Hachaklauth haben, die uns die nötige Sicherheit bietet, so hat die Koloni- 382