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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 379

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 379 (sequence 402)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5510-3481655
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schaftlichen Kolonisation zu erstatten. Wir legen Ihnen folgende Anträge zur Annahme vor: 1. Der Kongress nimmt den erfreulichen Fortschritt der letzten zwei Jahre auf dem Gebiete landwirtschaftlicher Kolonisation zur Kenntnis, welcher in einer Reihe neuer entwicklungsfähiger Siedlungen zum Ausdrucke kommt. Der Kongress soll durch diesen ersten Beschluss bekunden, dass in den letzten zwei Jahren die landwirtschaftliche Kolonisation mit sichtbarem Erfolge, wenn auch nicht immer zur vollen Zufriedenheit der Zionistischen Organisation gearbeitet hat. , 2. Als die nächsten Aufgaben der Zionistischen Organisation auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonisation sieht der Kongress die nachstehenden Massnahmen an: a) Es soll eine Bodenreserve geschaffen werden, insbesondere indem die vom Keren Hajessod an den Keren Kajemeth Lejisrael nachzuzahlende Schuld ausschliesslich zum Zwecke des Ankaufes von neuem Boden verwendet wird. Die Situation in bezug auf den Hoden ist heute nicht erfreulich. Der Keren Kajemeth hat seine Bodenreserven fast vollständig aufgezehrt; aus seinem Berichte ist zu ersehen, dass mit Ausnahme von ungefähr 19.000 Dunam sonst der ganze Boden an Siedler vergeben wurde. Diese 19.000 Dunam sind aber ameliorierungsbedürftig, so dass für das nächste Jahr kaum von einer Bodenreserve gesprochen werden kann. Es ist unmöglich Kolonisationspolitik zu treiben und wirksame Arbeit auf diesem Gebiete zu leisten, wenn die Zionistische Organisation nicht über die nötige Bodenreserve in Stadt und Land verfügt. Wenn wir durch irgendwelchen glücklichen Zufall im Laufe des nächsten Jahres in die Lage kämen, eine grössere Anzahl von Siedlern anzusiedeln, so wären wir in nicht kleiner Verlegenheit. Wir haben nämlich den hiezu nötigen Boden nicht. Da aber einerseits der Nationalfonds durch die Verpflichtungen, die er beim Ankaufe der Böden im Emek auf sich genommen hat, aus den laufenden Eingängen im Laufe der nächsten zwei Jahre,wahrscheinlich ausserstande sein wird, grössere Bodenkomplexe zu kaufen, so stehen wir vor dem Probleme: Wie sichern wir der Zionistischen Organisation geeignete Bodenreserven? Es ist nur eine Möglichkeit vorhanden. Der Keren Hajessod hatte im Sinne des Beschlusses des XII. Zionistenkongresses die Pflicht, zwanzig Prozent seiner Eingänge dem Kereil Kajemeth zur Verfügung zu stellen. Diese Pflicht ist durch den gestrigen Beschluss für die Zukunft aufgehoben worden, aber die Schuld des Keren Hajessod gegenüber dem Keren Kajemeth bleibt für die abgelaufenen zwei Jahre aufrecht. Die Kolonisationskommission ist nach reiflicher Ueberlegung zur Ueberzeugung gekommen, dass nur diese Beträge für den Ankauf geeigneter Bodenkomplexe der Zionistischen Organisation vorläufig zur Verfügung stehen. Diese Beträge sind zwar sehr gering, aber immerhin werden und sollen sie für keine anderen Zwecke verwendet werden, als für den Ankauf neuen Siedlungsbodens. Aus diesem Grunde glaubte die Kolonisationskommission auf diese Mittel hinweisen zu sollen. Sie bittet Sie daher, auch diesem Vorschlage zuzustimmen, weil das die einzige Möglichkeit ist, im Laufe der nächsten Zeit die dringend benötigte Bodenreserve zu schaffen. Die Fortsetzung des Antrages lautet: b) Der Kongress genehmigt den Vorschlag der palästinensischen Leitung, dass im Rahmen des Keren Hajessod ein Kolonisationsfonds geschaffen werde, welcher, separat verwaltet, seine Geschäfte nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten eines gemeinnützigen Unternehmens führen und über seine Gebarung dem Kongresse, bezw. der Jahreskonferenz eine Bilanz vorlegen soll. Dieser Fonds soll die an die Siedler bis nun erteilten und in Zu- L kunft zu gewährenden Kolonisationsvorschüsse für produktive Aus- 379

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