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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 367

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 367 (sequence 390)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5498-3481643
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im Lande Israel. Zu diesem Rechte stehen wir mit der Entschlossenheit, mit der Kraft unseres ganzen Seins. Aber so wie ,wir auf unserem Recht bestehen, so müssen wir fortfahren, so wie wir es bisher getan haben, gewissenhaft die Rechte der anderen zu beachten. Beim Aufbau unseres nationalen Heimes wünschen wir in harmonischer Zusammenarbeit mit allen Gruppen der palästinensischen Bevölkerung zu wirken. Die jüdische Nation in Palästina hat keinen anderen Wunsch, als mit den Arabern in freundnachbarlichen Beziehungen von gegenseitiger Achtung und Vertrauen zu leben. Der ernste Wunsch der Zionistischen Organisation, solch ein Verhältnis zwischen den jüdischen und den arabischen Volksteilen in Palästina zu erhalten, ist klar und deutlich in der Resolution des XII. Zionistenkongresses zum Ausdruck gekommen. Ein solches Verhältnis muss sich in Tatsachen ausdrücken, in wirklicher Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Unternehmungen, bestimmt, gleicherweise die Wohlfahrt von Juden und Arabern zu fördern, und in einem fruchtbaren Gedankenaustausch zwischen zwei verwandten Kulturen — in einem Wort, die beiden Völker müssen lernen, sich zu verstehen, und das nicht nur in Palästina, sondern in der grossen arabischen Welt. So wie wir die Ideale und Aspirationen der Araber respektieren, so haben wir unsererseits das Recht, zu erwarten, dass die Araber lernen werden, die unseren zu würdigen. Die Aufklärung der arabischen öffentlichen Meinung ist eine Aufgabe, der wir die grösste Beachtung und Bemühung zuwenden müssen. Man darf hoffen, dass solch eine Aufklärung, in der die sephardische Judenheit insbesondere, mehr als es bisher geschehen ist, in der Mitarbeit vereinigt werden muss, nicht verfehlen wird, allmählich zu einem Einverständnis hinzuleiten, das sich auf einer aufrichtig verstandenen Gemeinsamkeit der Interessen und Ideen gründet. 3. Die Jewish Agency. — Was immer noch vor einigen Jahren die Sachlage gewesen sein mag, es ist kein Zweifel, dass es heute deutliche Zeichen dafür gibt, dass der Aufbau des jüdischen Heims in Palästina gefühlt und anerkannt zu werden beginnt als das gemeinsame Privileg und die gemeinsame Pflicht aller Juden, denen die Ehre des jüdischen Namens etwas gilt. Ich bin ganz sicher, dass es heute ausserhalb unserer Reihen zahlreiche Juden gibt, die willens sind, und mehr als das, bei dem Werke des Aufbaues sich uns zuzugesellen. Ihre Zahl vermehrt sich zusehends. Es mag in vielen Fällen sein, dass diese Menschen nicht das .zionisti- - sehe Bekenntnis in seiner Geschlossenheit akzeptieren können, aber, wie die Entwicklung des Keren «Hajessod deutlich auch gezeigt hat, ■sie sind bereit, sich mit uns zu verbinden, um einen gemeinsamen Boden zu finden, auf dem fruchtbare Zusammenarbeit gesichert werden kann. 367

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