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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 368

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 368 (sequence 391)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5499-3481644
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Es ist unsere Pflicht, für eine solche Zusammenarbeit weitherzig die Möglichkeiten zu eröffnen. Allerdings unter der unbedingten Voraussetzung, dass nichts erfolgt, was die Integrität der Zionistischen Organisation irgendwie einschränkt. Ich habe in meiner Eröffnungsrede auch die drei anderen Bedingungen genannt, die ich für unentbehrlich halte: Die Uebernahme von Verantwortungen, die Basierung der Vertretung auf eine breite, allgemeine jüdische Grundlage und endlich die Unversehrbarkeit des nationalen Charakters unserer Siedlung in Palästina. Nach einer gründlichen Prüfung aller Umstände bin ich zur Ueberzeugung gelangt, dass in den so umschriebenen Grenzen eine Möglichkeit für Zusammenarbeit gefunden werden kann und dass es im Interesse unserer Sache ist, neue und möglichst wertvolle Verbündete zu suchen, die mit uns die schwere Verantwortung tragen, die wir auf uns genommen haben. Es ist in der letzten Zeit, nachdem bereits unser Kongress darüber Resolutionen gefasst hat, ausserordentlich viel für und über einen jüdischen Weltkongress gesagt und geschrieben worden. Dieser Plan verdient — wie könnte es anders sein — nicht nur unsere höchste Sympathie, sondern unser aufmerksamstes Interesse. Es war immer unsere ideale Aufgabe, seiner Verwirklichung zuzustreben, und das ist es auch heute. Aber selbst unter den glühendsten Verfechtern eines jüdischen Weltkongresses gibt es kaum einen, der nicht bereit sein wird zuzugeben, dass, wenn ein jüdischer Weltkongress zustande kommen soll, der wirklich diesen Namen verdient, das nur erreicht werden kann, wenn lange und mühevolle Vorbereitungsarbeiten geleistet worden sind. Heute sind wir noch weit entfernt von dem Abschlüsse unserer Vorbereitungsarbeiten. Es ist zu verwundern, dass es ausdrücklich gesagt werden muss: Nicht gegen einen jüdischen Weltkongress, sondern gerade um einen Weltkongress eventuell möglich zu machen, ist es wesentlich, dass die Frage der Erweiterung der Jewish Agency als eine zwingende Angelegenheit behandelt wird, die umso weniger Verzögerung verträgt, als die Zeit drängt. Ich habe bereits in meiner Eröffnungsrede gesagt, dass ich die Lösung der formalen Seite, nachdem ich die vier Grundbedingungen genannt habe, dem Kongress selbst überlasse. Nach meinen Erfahrungen glaube ich, dass eine Form gefunden werden kann, die beiden Teilen genehm ist. Ich selbst versteife mich nicht auf irgendeine Form und werde jede für diskutierbar halten, die mit vorsichtiger Sicherung unserer Interessen zugleich Elastizität genug verbindet und so geartet ist, dass sie Vertrauen für diejenigen zeigt, die wir zur Mitarbeit heranziehen wollen. Ich bin der festen Ueberzeugung, dass mit Geduld, gutem Willen und Entgegenkommen, ohne jede Erschütterung der Organisation, schliesslich eine gedeihliche Zusammenarbeit in der Jewish Agency 368

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