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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 365

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 365 (sequence 388)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5496-3481641
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Kommission nicht angenommen wird, als Minderheitsantrag vor das Plenum kommt. Deshalb bitte ich, däss auch die Minderheitsvorschläge wegen der Jewish Agency vervielfältigt und an alle Kongressmitglieder verteilt werden. Vizepräsident Motzkin: Es ist selbstverständlich, dass wir verpflichtet sind, Minderheitsanträge zu vervielfältigen und zu verteilen. Da der Vertreter des Permanenzausschusses uns erklärt hat, dass er heute noch nicht in der Lage ist, über die Anträge zur Jewish Agency zu referieren, können wir uns mit dieser Angelegenheit jetzt nicht befassen. Zum Worte hat sich Herr Dr. Weizmann gemeldet. Präsident Dr. Weizmann (stürmisch akklamiert): Geehrter Kongress! Der XIII. Zionistenkongress nähert sich: seinem Abschlüsse. Sie stehen unmittelbar vor Entscheidungen, die für das Schicksal der zionistischen Bewegung bestimmend sein werden in der kritischen Periode, die jetzt vor uns liegt. Die Lösung von Problemen von höchstem Ernste hängt von diesen Ihren Entscheidungen ab. Was immer aber auch Ihre Entscheidungen sein mögen, wesentlich ist, dass sie den wohlerwogenen Urteilsschluss dieses Kongresses verkörpern als des letzten Appeliationshofes für die grundlegenden Fragen der Politik, die jetzt von der Zionistischen Organisation >zu bewältigen sind. Eine schwere Verantwortung ruht darum auf dem Kongresse.. Und um nichts geringer ist die Verantwortung derer, die durch den Willen ihrer zionistischen Genossen während der vergangenen zwei Jahre die Stürme und die Lasten jedes Tages getragen haben — immer in engster Berührung mit den rauhen Wirklichkeiten, in London sowohl als in Jerusalem. Unter diesen Umständen fühle ich, dass ich dem Kongress schuldig bin, in dieser kritischen Stunde in einfachen und klaren Worten die Prinzipien darzulegen, auf denen nach meiner tiefen Ueberzeugung die zionistische Politik sich gründen muss. 1. Beziehungen zur Mand-atarmacht. — Unsere Beziehungen zur Mandatarmacht können keine anderen sein als die gegenseitigen Vertrauens, und beruhen-auf uneingeschränktem gutem Glauben auf beiden Seiten. Der Eckpfeiler unserer Politik muss sein: ehrliche, aufrichtige Zusammenarbeit mit der britischen Regierung. Dieser Grundcharakter unserer Politik — es scheint kaum nötig, «es-zu sagen — bedeutet keineswegs eine uneingeschränkte Zufriedenheit mit dem gegenwärtigen Stand der Dinge. Es kann keine Rede davon sein, dass wir auf irgendeines der uns durch das Mandat verbürgten Rechte Verzicht leisten, sei es bei der Beratung, sei es bei der Mitarbeit mit der palästinensischen Verwaltung in allen Fragen, die die Begründung eines jüdischen nationalen Heimes in Palästina oder die Interessen der jüdischen Bevölkerung berühren. Es obliegt uns, die jüdische Position in Pa-

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