Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 362

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 362 (sequence 385)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476280--5493-3481638
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ich ordne die Abstimmung an. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Ich bitte nun, den Antrag Nr. 4 der K. H.-Kommission (s. o. S. 355) zur Verlesung zu bringen. (Geschieht.) Delegierte^ Dr. M. Lauterstein (Ostgalizien, deutsch): Hoher Kongress! Ich halte es nicht für zweckentsprechend, wenn ein Antrag vom Kongress angenommen wird, der auf den Tod der Mitglieder der Zionistischen Organisation spekuliert. (Heiterkeit.) Ich halte es für das einzig Richtige, dass eine solche Resolution dem Direktorium des Keren Hajessod übergeben wird, damit dieses in den einzelnen Ländern eine Propaganda macht dahingehend, dass die Leute in ihrem Testament den Keren Hajessod in dieser Weise bedenken. Der Kongress kann aber eine solche Resolution nicht annehmen. Mitglied des A. C. Abraham Goldberg (Amerika, jüdisch): Ich glaube, dass der Vorschlag einer der wenigen praktischen Vorschläge ist, die hier vorgebracht wurden. Es ereignet sich ab und zu, dass auch Juden reich werden. Wenn sie einmal reich geworden sind, dann wird man wohl schwer etwas bei ihnen bekommen. Es gibt aber viele Menschen, die bereit sind, zehn Prozent ihrer Verlassenschaft dem Keren Hajessod zu widmen. Hätten wir das vor dem Kriege in Amerika gemacht, so hätten sich sehr viele Menschen dafür gefunden. Jetzt aber sind sie reich geworden und wollen nichts mehr geben. Ich bin überzeugt, dass viele reiche Menschen mit Vergnügen bereit sein werden, zehn Prozent ihres Nachlasses für die grosse Sache von Erez Israel zu spenden. Ich unterstütze daher den Vorschlag der Kommission. Vizepräsident Motzkin: Sie haben den Antrag Nr. 4 der K- H.-Kommission (s. o. S. 3o5) gehört. Ich ordne die Abstimmung an. (Nach der Abstimmung:) Der Antrag 4 der Ke H.-Kommission ist angenommen. Ich bitte, den Schriftführer, den fünften Antrag der Kommission (s. o. S. 355) vorzulesen. (Geschieht.) Delegierter Dr. Daiches (England, deutsch): Ich beantrage die Streichung des letzten Satzes. Das Direktorium muss das Recht haben, Ausgaben zu machen, und Ausnahmen müssen, gestattet werden. Vizepräsident Motzkin: Sie haben den Vorschlag des Herrn Dr. Daiches gehört, wonach der Schlussatz „Ausnahmen von dieser Bestimmung sollen nicht zugelassen werden" gestrichen werden soll. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag Dr. Daiches ist abgelehnt. Delegierter Morris Myer (England, jüdisch): Ich schlage vor, dass zum Antrag Nr. 5 der Punkt 9 der Vorschläge dazugesetzt werde, die uns gestern von der Keren Hajessod-Kommission schriftlich unterbreitet wurden. Dieser Punkt 9 hat gelautet: Es wird beschlossen, dass entgegen der bisherigen Praxis von jetzt ab keinerlei Subventionen des Keren Hajessod an die Sonderverbände gewährt werden sollen. Ich schlage vor, dass das gleichfalls angenommen werde, jedoch mit einer kleinen Aenderung, dass es nicht heissen soll „Sonderverbände'4 . Vizepräsident Motzkin (unterbrechend): Was Sie vorschlagen, ist kein Amendement zum vorliegenden Antrage. Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der Kommission selbst. (Nach vorgenommener Abstimmung:) Der Antrag Nr. 5 der K. H.-Kommission (s. o- S. 355) ist angenommen. 362

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.