Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 363)
- Language
- German, English, Hebrew
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Es sind die Mittel dazu nicht ausreichend, umso weniger, als der Grund und Boden in den Städten noch viel teurer ist als auf dem Lande, und hier in den Städten einen bodenreformeriischen Einfluss zu nehmen, wie wir es alle letzten Endes wünschen, reichen die Mittel des K. K- L. nicht aus und werden wohl für sehr lange Zeit nicht ausreichen. Wohl aber muss man indirekt die städtische Boden-Preispolitik beeinflussen durch Erwerb vorstädtischen Bodens, der zu halb städtischer, halb ländlicher Siedelung verwendet werden soli, was ohnedies im Ziele und im Sinne unserer kolonisatorischen Politik liegt. Der 1 a n d s m a nn s c h a f t Ii ch e S i.e d 1 u n g s;g e d a n k e hat in den letzten Jahren besonderen Anklang gefunden und er wird, wie , es den Anschein hat, auch eine neue, grosse Einnahmsquelle für den Keren Kajemeth werden. Neue Energien scheinen durch ihn zur Entfaltung zu gelangen. Dieser landsmannschaftliche Siedlungsgedanke soll jetzt auch auf vorstädtischen Boden ausgedehnt werden. Neue Mittel für solche Siedlungen sollen gewonnen werden durch Neuaufnahme des schon früher bekannten, jetzt etwas modifizierten Achusah-Gedankens, das; heisst der Inverbindungsetzung von Leuten mit Vermögen ausserhalb Erez Israel, die später dahin zu gehen beabsichtigen, und den mittellosen Chaluzim, die sich bereits in Erez Israel befinden. Ganz neu ist der Gedanke der Errichtung von Patron aten für solche Siedlungen oder für Teile davon durch Landsleute von Chaluzim, denen es jetzt irgendwo in der Welt gut geht und die für ihre jungen Landsleute in Erez Israel etwas tun wollen. Man denkt ibiebei insbesondere, auch an die landsmannschaftlichen Vereine von Juden, die in der Kriegszeit überall in der Welt gebildet worden sind zur Unterstützung der Heimatorte und Herkunftsländer und deren Tätigkeit sich dort jetzt allmählich erübrigt. Ein anderes neues Mittel zur Förderung der Einnahmen für den Keren Kajemeth soll noch dadurch erschlossen werden, dass man Einzelspendern oder kollektiven Spendern für grössere Spendenbeträge gewisse Vorrechte gewährt, dass sie irgend welche Personen oder Personengruppen bestimmen können, die hiefür zur Ansiedlung kommen sollen- Grundlage aller dieser Neuerungen ist, stärkere Beziehungen und Verbindungen zwischen Erez Israel und dem Galuth herzustellen. Die Einzelheiten dieser neuen Ideen .müssen natürlich noch ausgearbeitet werden. Hier kann es sich nur darum handein, gewisse Grundzüge festzulegen, und in diesem Sinne bitte ich Sie nun namens der Kommission um Annahme unserer Resolutionen. Ich möchte mit der Bitte schliessen: Schenken Sie Ihre Liebe wieder, wie ehedem, dem Keren Kajemeth. Benutzen Sie die Müsse Ihrer Heimreise, um über Mittel und Wege nachzudenken, wie man dem Keren Kajemeth weit grössere Mittel als bisher zuführt. Es ist neulich hier gesagt worden: Dem Keren Hajessod gebühren die grossen Spenden, dem Keren Kajemeth die kleinen. So, geehrter Kongress, wollen wir den Unterschied aber nicht formulieren, das will auch nicht der Keren Hajessod. Der Keren Hajessod soll Maasser erhalten, die dauernde Selbstbesteuerung, der Keren Kajemeth die gelegentlichen Spenden. Wie gross diese sein sollen, das ist in eines jeden Belieben gestellt. Angesichts der grossen und weltbedeutenden Aufgabe des Keren Kajemeth, der G e u 1 a t h h a a r e z, können sie gar nicht gross genug sein. Vizepräsident Motzkin: Leider sind wir bei der Abstimmung über diesen Punkt nicht in der Lage, die vorgeschriebenen Formalitäten einzuhalten. Sie sollten die Resolutionen vervielfältigt erhalten, und es sollte die Resolutionskommission in der Lage sein, die Anträge zu revidieren, insbesondere in bezug darauf, ob sie vielleicht die Interessen anderer Institute, zum Beispiel des Keren Hajessod berühren. Mit Rücksicht darauf aber, dass wir weiter- 340