Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 359)
- Language
- German, English, Hebrew
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zupflanzen, der muss einsehen, dass gerade die Chaluzbewegimg ein dankbares Arbeitsfeld für diese Bestrebungen darstellt, und dass man die unglückselige Klausel „mit Ausnahme Palästinas*4 aus diesen Gesellschaften vertreiben muss. Dies kann aber nicht durch eine Resolution, sondern nur dann erzielt werden, wenn die Zionisten aller Länder sich mit Eifer dieser Produktivierungsarbeit widmen, nicht politischen Zwecken zuliebe, sondern aus innerem Drange und in der Erkenntnis dessen, dass die soziale und wirtschaftliche Umschichtung des jüdischen Volkes sowohl in Palästinä wie im Gallith einen integralen Teil ihrer zionistischen Aufgabe bildet. Soll Erez Israel zu einem arbeitenden Erez Israel werden, so muss die Umkehr zur Arbeit schon unterwegs erfolgen. Alle diese Aufgaben können nur dann erfüllt werden, wenn sie nicht von oben herab, auf dem Wege eines bureaiukratisch-vormundschaftlichen Systems durchgeführt werden. Sie müssen vom vollsten Vertrauen der Ohaluzim und ihrer Organisation getragen sein. Nicht von ferne soll der Chaluizbewegung etwas aufgedrängt werden; liebe- und vertrauensvoll können und sollen die Ansätze entwickelt werden, die diese Bewegung aus freiem Afitriebe gepflanzt hat. Es ist die Pflicht der zionistischen Bewegung und ihrer Organe, sich in den Dienst dieser Chaluzbestrebungen zu stellen. Darum möge man aufhören, in der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas eine Partei unter den Parteien zu sehen, mit der man sich um einen Punkt des Budgets herumstreitet; man mö'ge in ihr das sehen, was sie wirklich ist: die Kraft, die Erez Israel aufbaut. Und darum möge man es auch unterlassen, die Chaluzbewegung als ein O'bjekt von Komplimenten oder als Gegenstand des Misstrauens «zu betrachten; man möge sie betrachten als das, was sie wirklich ist: als die Kraft, die daran geht, morgen E r e z Israel zu bauen. (Stürmischer Beifall.) Sekretär Dr. Löwenstein: Die Mitglieder der Resolutionskom;rnission treten sofort zu einer Sitzung im Zimmer der Exekutive zusammen. Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Schachtel hat das Wort zum Berichte über die Resolutionen der Nation alfond s-iKommission. Berichterstafter Delegierter Dr. Hugo Schachtel (Deutschland, deutsch): 'Geehrter Kcngress! Ich habe die Ehre, Ihnen namens der Keren Kaiemeth-Kommission über deren Arbeiten zu berichten. Gestatten Sie mir einige Worte der Vorbemerkung, lieber die Arbeiten des Keren K a j e m e t h in der letzten Kongressperiode haben wir hier kein Referat erhalten, wohl aber ist den Delegierten ein sehr eingehender Bericht zugestellt, den wir Sie bitten, soweit es noch nicht geschehen est, eingehendst zu studieren und daraus Ihre Konsequenzen und Lehren zu ziehen. Denn der Bericht zeigt uns nicht nur, was das Direktorium und -das ietzt nach Jerusalem verlegte Hauptbureau in dieser Zeit geleistet haben und wofür wir ihnen unsern speziellen Dank zum Aus- 336