Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 356)
- Language
- German, English, Hebrew
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und auf demselben Wege mit ihnen zu gehen — dieses Gefühl ist aucih der psychologische Grund für diesen Drang zur Hac hs ciliar ah, der jetzt die Chaluzbewegung in allen ihren Teilen beherrscht. Nicht nur nach Palästina gehen will der Chaluz, sondern gerade den Beruf ergreifen, den man im Lande braucht, und ihn so beherrschen, wie man es im Lande braucht. So wurde der Hechaluz aus einer Einwanderungsbewegung zu einer Bewegung der Hachsoharah. Nicht nur, um nach Erez Israel zu fahren und dort in der Kwuzah zu leben und hebräisch sprechen zu können, sondern auch, um -mit wirtschaftlichem Erfolg zu arbeiten, damit die wirtschaftlichen Positionen der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina zweckmässig gedeihen können — das wird zum Ideal eines grossen Teiles der Jugend. Sicherlich, diese Vorbereitungsarbeit ist ebenso planlos und dilettantisch, wie es die Einwanderung war, aber geradeso wie die Einwanderung ist auch sie in den tiefsten und innersten Bedürfnissen der Jugend begründet und schöpft ihre Lebenskraft aus den Erfahrungen der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. So kann man schon heute nicht nur über die Theorie der Hachsohariah, sondern auch über das von ihr geleistete Werk sprechen. Der Weltverband des Hechaluz, der erst vor zwei Jahren .aus den zerstreuten Hechaluzgruppen und Organisationen herausgewachsen ist und der jetzt die ganze Hechaluzbewegung zu organisieren und zu vereinheitlichen bemüht ist, besitzt heute in Polen, in Russland, in Litauen, in Rumänien, in Deutschland, in Oesterreich und in der Türkei 24 eigene landwirtschaftliche Betriebe und ungefähr 50 Stellen für städtische professionelle Ausbildung, in welchen sich über 1000 Chaluzim und Chaluzoth für ihren zukünftigen Beruf vorbereiten. Und würden die notwendigen finanziellen Mittel und die entsprechenden Kräfte vorhanden sein, so könnten diese Zahlen verdreifacht und vervierfacht werden. Wir wollen es nicht in Abrede stellen, dass noch immer Dilettantismus und Systemlosigkeit in dieser Vorbereitungsarbeit 'herrseihen. Es fehlen Menschen und Geld, warme Beziehung und geistige Unterstützung und Erfahrung. Nichtsdestoweniger aber — oder vielleicht gerade darum — lohnt es sich, darüber von der höchsten Tribüne der Bewegung zu berichten und die Aufmerksamkeit aller ihrer verantwortlichen Faktoren auf dieses Problem zu lenken. Die in Einzelheiten gehenden Vorschläge in bezug auf die Alijaih und die Hachscharah werden den entsprechenden Kommissionen übergeben werden und dort werden sie auch genauer begründet werden. Hier möchte ich nur noch einige prinzipielle Fragen hervorheben: 1. Wo soll die Vorbereitungsarbeit geschehen? In Palästina oder im Galuth? Es gibt Fachleute, die daran zweifeln, ob die 333