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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 332

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 332 (sequence 355)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5463-3481608
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eigenen Leben das Gebot verwirklicht hatten, zu dessen Lehrern sie nun wurden. Die ganze jüdische Arbeiterschaft Palästinas wurde zum Führer der Chaluzbewegung aus allen Teilen des Gallith. Wie ein Vorbild stand sie vor ihr, mahnend und tröstend; eine Mahnung, dass man den Weg gehen soll und darf, der bei der palästinensischen Arbeiterschaft zur Wirklichkeit wurde. Sie wurde zur personifizierten Verkörperung des Rufes „Kaseih reefo wekadesch", und die Hechaluzbewegung in der ganzen Welt vernahm diesen Ruf -und strebte mit allen Kräften, gleich dem Vorbilde zu werden. Der alte Traum vom geistigen Zentrum, welches zum klassischen Beispiel für die Diaspora werden soll, wurde hier in kleinem Masstabe verwirklicht. Die palästinensische Arbeiterschaft wurde zu diesem geistigen Zentrum. Der künftige Historiker wird sicherlich diese letzten Jahre als eine Epoche in der Geschichte der zionistischen Jugend- und Arbeiterbewegung .beizeichnen, die durch die geistige Hegemonie der kleinen Schar der palästinensischen Arbeiterschaft ausgezeichnet war. Und kein Teil der sich um Palästina konzentrierenden Elemente stand unter einem unmittelbareren Einflüsse dieser Hegemonie als die Chaluzbewegung. Von ihr übernahm sie ihre Stellung «zu der Arbeit, zu jüdischen und internationalen Problemen, von ihr ihr Verhältnis zum Hebräischen. Ein Gefühl der bangen Unruhe nagte an den Herzen der zerstreuten Chaluzim: werden sie denn wirklich die Kraft finden, die Stufe ihres klassischen Vorbildes zu erreichen? Wird ihre aufopfernde Hingabe hinreichend sein, um Schritt für Schritt der Aufopferung derer folgen zu können, die sie als ihre Führer 'betrachten? Von diesem Standpunkte aus ist es erst möglich, die seelische Erhebung abzuschätzen, die weite Qhaluizimkreise, ergriff, als die Nachricht von T e 1-C Ii a j gekommen war. Nicht nur Trauer war es und nicht nur Begeisterung für die Helden. Viel mehr: es war ein Beweis, dass die Zweifel unbegründet waren und dass die neue Alijah ihrer Aufgabe gewachsen sein wird. Es stand doch und fiel an der Spitze der Tel-Chaj-Kämpfer derjenige, welcher zum Symbol und zum Gründer der neuen Chaluzbewegung geworden: Josef Trumpeldor! So ward Tel-Ohaj nicht nur zur Trauer in den Herzen der Chaluzim, sondern auch zum Tröste. Die Antwort auf Tel-Chaj bestand darin, dass eine neue Einwianderungswelle von Chaluzim ausbrach und sich über alle Länder ergoss: aus Russland über die Berge der Krim und über Konstantinopel; aus der Ukraine über die polnische Grenze und Wien; von überall, durclh alle Palästina-Aemter. Und dieses Gefühl der Unruhe und des Zweifels, ob denn ihre Aufopferung allein genügen wird und ob sie sich als geeignet erweisen werden, in einer Reihe mit diesen Menschen zu stehen 332

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