Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 354)
- Language
- German, English, Hebrew
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predigt haben, ohne es zu erreichen — den Uebergang zur Arbeit und die Liebe für sie — das ist der Chaluzbewegung dieser Länder unerwarteter Weise zur Wirklichkeit geworden. Gleichzeitig mit dem Abgrunde des Lebens in 'der Fremde hat sich vor ihnen der Abgrund des Luftmenschentums aufgetan, und aus diesen beiden Quellen entsprang das Gelöbnis: Heimwärts zu einem Leb'en in Arbeit! Und dieser Mahnung gesellte sich auch der gleiche Ruf, der aus Palästina kam. Die Erfahrung der palästinensischen Kolonisation hat unzweideutig gezeigt, dass die Entwicklung Palästinas und des jüdischen Jischuw nur auf Arbeit begründet werden kann. Ob man es will oder nicht, muss man heute anerkennen, dass die jüdische Arbeiterseihaft in Palästina die Kraft ist, die berufen ist, die Aufgabe zu erfüllen, die sich die zionistische. Welt in bezug auf Palästina gestellt hat. Will man, dass die Einwanderung nach Palästina zweckmässig und segenbringend ist, sq muss dies eine. Arbeitereinwanderung sein. Man sollte glauben, dass die jüdische Arbeiterschaft im Gallith das Hauptkontingent der Palästina-Einwanderung stellen wird. Denn es gibt eine jüdische Arbeiterschaft im Galuth, die in Not lebt und massenweise nach verschiedenen Ländern auswandert. Sicherlich wird der Tag kommen, an welchem die breiten Kreise dieser Arbeiterschaft auf natürlichem Wege die Erbauer des arbeitenden Brez Israel werden. Heute aber ist der Weg noch eng für die breiten Massen. Und zu einer vom Geiste des Pion'iertums getragenen Einwanderung ist die jüdische Arbeiterschaft im allgemeinen heutzutage noch nicht reif. Sie ist bis heute noch nicht vom Zionismus beherrscht und steht in ihren weiten Kreisen dem Palästina-Ideal gleichgültig, wenn nicht feindselig gegenüber. Die Weckung des Verständnisses der jüdischen Arbeiterschaft für ihre palästinensischen Aufgaben und Pflichten ist eine Aufgabe, die noch bei weitem nicht voll erfüllt wurde. Und für diejenigen, die durchdrungen waren vom Entschluss, nach Palästina zu gehen und dem Lande das zu geben, wessen es bedarf, gab es keinen anderen Ausweg als Arbeiter zu werden. So ist die Chaluzbewegung, die aus rein .zionistischen Ursachen entstanden ist, aus all diesen Gründen zu einer Arbeiterbewegung geworden. Es wuchs ein Geschlecht der Jugend heran, welches die Arbeit gewählt hat, nicht aus Not, nicht als „Adamsfluch", sondern aus einem freien Entschlüsse und in der Hoffnung, dass nur sie zur inneren Befreiung und Beglückung führt. Und dieser Hechaluzbewegung war das grosse Glück beschieden, wie es selten einer Bewegung, und insbesondere einer jüdischen Pionierbeweguaig, .zuteil wurde. Sie besass während dieser letzten Jahre Führer. Sie sah vor sich nicht ausgewählte Individuen, sondern eine ganze Masse von Führern, die in ihrem 331