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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 322

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 322 (sequence 345)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5453-3481598
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die sowohl für den Jüdischen Nationalfonds, als für Privatgesellschaften das technische und juristische Instrument für die Durchführung von Bodenkäufen fist, durch iE r h ö h u n g i h r e s A k t i e nkapitals-in den Stand gesetzt werden, ihre wichtige Rolle fiühren zu können. Wenn verschiedentlich gefragt wird, weshalb neben dem Nationalfonds noch eine besondere Bodenkaufsgesellschaft nötig ist, so möchte ich darauf erwidern, dass in "Palästina zehn Verhandlungen wegen Bodenkaufe angeknüpft werden müssen, damit eine zum Ziele führt. Jede dieser Verhandlungen — iauch die ergebnislosen — ist natürlich mit Unkosten und mit eiinem Risiko, mitunter auch mit Vorschüssen verbunden. Für den Nationalfonds würde es vom propagandistischen Standpunkte aus sehr bedenikllidh sein, wenn er seine Gelder in solchen »nicht ganz sicheren Unterhandlungen gefährden würde. Er soll, als ein Volksfonds, nicht riskante Verhandlungen eingehen, sondern soll nur Boden an absolut sicherer Weise kaufen. Das kann er eben dadurch, dass die P, L. D. C, die als geschäftliches Unternehmen auch Risiko tragen kann, ihn von diesen riskanten Geschäften befreit und ihm gegen eine ganz geringe Kommission iauf alle Böden, nachdem sie dieselben ordnungsgemäss gekauft hat, ein Optionsrecht einräumt. 'Daneben ist die P. L. D. C. auch noch ein Instrument zum Bodenerwerb für private Gruppen. Obwohl jetzt Privatkäufer für Boden nicht mehr so häufig sind wie vor dem Kriege, infolge des ökonomischen Zusammenbruches der russischen Zion'isten, hat die P. L. D. C. doch im letzten Jahre immerhin $ür mehr als 100.000 Pfund Boden an einzelne Priviatgruppen verkauft. Wenn einmal die osteuropäischen Juden wieder ökonomisch erstarken, wiird die P. L. <D. C. noch unentbehrlicher sein. Sie hat in den letzten Jahren nicht nur viele landwirtschaftliche Böden erworben, sondern sie hat auch durch den Ankauf sehr grosser Ländereien in der Nähe von Jaffa, Haifa und Jerusalem um diese Städte einen Gürtel jüdischen Landes gelegt, das infolge seiner billigen Preise der beste Schutz gegen eine Bodenspekulation in diesen Städten ist. Diese wichtige Tätigkeit der P. L. D. C. ist, wie mir scheint, noch viel zu wenig erkannt und gewürdigt worden, obwohl dadurch auf viele Jahre hinaus der Bedarf an billigen Baustellen in den Städten gesichert ist. Wenn auf dem Gebiete der Industrie auf die wichtige Rolle der Privatinitiative hingewiesen wird,* so muss ich Säe daran erinnern, dass Privatinitiative im wirklichen Sinne •noch immer sehr selten ist. Es kommen viele Leute mit Geldmitteln hinüber, <aber wenn sie die Schwierigkeiten sehen, die Palästina bietet, gehen viele von ihnen nach Europa oder Amerika zurück oder legen nur kleine Beträge (in Grundstücken oder im Häuserbau an. Die Juden verstehen Privatinitiative so, dass sie ihr Geld nur in sicheren Geschäften anzulegen bereit sind. In Palästina sind aber 322

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