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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 311

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 311 (sequence 334)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5442-3481587
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Zielen des Zionismus sieht, wie sie bisher in der Haltung der Internationale, insbesondere aber der englischen Arbeiterschaft Ausdruck gefunden hat. Wir hoffen und glauben, dass eine analoge Kundgebung der Solidarität auch vom Seiten der arabischen arbeitenden Massen erfolgen wird, die tatsächlich am Fortschritt des Aufbaues von Erez, Israel interessiert sind. Unsere Delegation hat kein Vertrauen zu dem herrschenden politischen System und zu der Politik im Zionismus, soweit sie mit diesem System zusammenhängt. Wir stellen fest, dass die Leitung versucht hat, die Lage zu bessern, verurteilen jedoch die Formen und Methoden ihrer Politik, die in Wirklichkeit nicht auf die Erziehung der jüdischen Volkmassen hinzielte und den Geist des Kampfes um das Recht vermissen Hess,, der unsere Verteidigung zu dem ernsten Kampf" eines Volkes um sein Recht auf Arbeit und Selbstbestimmung gestaltet. Die Leitung zeigte keinen genügenden Widerstand gegen die Angriffe der palästinensischen Regierung und ihrer antijüdischen Beamten und gegen die einseitige Politik des High Commissioner. All das schuf im Laufe der letzten Jahre die schwierige politische Situation, die ihrerseits die wirtschaftliche Krise im Lande dauernd' verschärft. Auch die innere Politik der Leitung zielte nicht auf die Förderung und Stärkung der Zionistischen Organisation als des konzentrierten Ausdruckes für den Willen des ganzen jüdischen Volkes zu seiner Wiederbelebung. Auch wurden nicht die nötigen Schritte unternommen, die sicherstellen sollen, dass nur solche Unternehmer mit jüdischem nationalem Kapital durch die zionistischen Bankinstitute gefördert werden, die jüdische Arbeiter beschäftigen. Gleichzeitig jedoch stellt die Delegation mit Befriedigung fest, dass die Leitung alles getan hat, um die wirtschaftliche Lage im Lande zu sichern und die landwirtschaftliche Kolonisation zu erweitern, und dass sie mit grosser Opferwilligkeit den Keren Hajessod gefördert hat, der die Anfänge eines jüdischen Nationalvermögens in Erez Israel vergrössert. In Erwägung der angeführten grundsätzlichen und tatsächlichen Beurteilung der äusseren Faktoren unserer Lage sowie der positiven und. negativen Folgen der Tätigkeit der Leitung begnügt sich die Delegation des Zionistisch-Sozialistischen Verbandes Zeire Zion mit dieser Erklärung und gibt bekannt, dass sie sich nicht an der Abstimmung beteiligen wird.44 Schriftführer Dr. Glückson übersetzt vorstehende Erklärung ins Hebräische. Delegierter Berl Locker. (Poale Zion, jüdisch): Im Namen der Delegation des Jüdisch-Sozialistischen Arbeiterverbandes Poale Zion habe ich folgende Erklärung abzugeben: „Die Exekutive zeigte nicht die entsprechende Aktivität gegenüber den Methoden des jetzigen Regimes in Erez Israel, welches die internationalen Verpflichtungen der Mandatarmacht nicht erfüllt, immer neue Schwierigkeiten für die jüdische Einwanderung schafft und die Annäherung und Verständigung zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung erschwert. Die Exekutive unterstützte den Jischuw nicht ausreichend in seinem Kampf um^die Anerkennung seiner nationalen Selbstverwaltung und stellte der wirtschaftlichen und administrativen Zerreissung von Erez Israel durch die Ablösung des Ostjordanlandes nicht den nötigen Widerstand entgegen. Durch die Nachgiebigkeit verstärkte die Exekutive die klerikale Strömung im Zionismus (Heiterkeit) und durch ihre Uneinheit-; lichkeit minderte sie die Kraft der Bewegung. 311

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