Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 333)
- Language
- German, English, Hebrew
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erklärt der Misrachi, dass er der Exekutive der Zionistischen Organisation sein Vertrauen nicht aussprechen kann." Mitglied des A. C. Izchak Grünbaum (Polen, hebräisch): Im Namen der Fraktion der Zionistischen Demokratie habe ich folgende Erklärung abzugeben: „Wir anerkennen die ausserordentlichen Anstrengungen und Leistungen der Exekutive bei der Arbeit für die Ratifizierung des; Mandates wie auch bei der Schaffung der erforderlichen Mittel für den Aufbau von Erez Israel. Wir bedauern jedoch, dass der der Exekutive als dem Organ der Jewish Agency gegebene Auftrag, den jüdischen Weltkongresse für den Wiederaufbau von Erez Israel vorzubereiten, nicht ausgeführt wurde. Wir bedauern auch die Art, in der die Propaganda für die Erweiterung der Jewish Agency geführt wurde, weil durch die Argumentation und durch die Formulierung des Problems die ideellen, nationalen und demokratischen Prinzipien des Zionismus in Frage gestellt und dadurch die zionistischen Reihen selbst demoralisiert wurden. Wir billigen nicht die politische Tätigkeit der Exekutive als ausführendes Organ der Jewish Agency, das sich auf der Karlsbader Jahreskonferenz konstituiert hat, und stellen >mit Erstaunen fest, dass bei der Verteidigung der dem jüdischen Volke auf Grund des Völkerrechtes gegebenen Rechte eine Nachgiebigkeit gezeigt wurde, die diese Rechte und ihre Grundlagen in Gefahr bringt. Daher sind wir nicht in der Lage, für das Vertrauen zu stimmen und werden uns an der Abstimmung nicht beteiligen." Mitglied des A. C. Israel Mereminski (Zeire Zion, jüdisch): Im Namen der Delegation des Zionistisch-Sozialistische n Verbandes Zeire Zion habe ich folgende Erklärung abzugeben: „Während der beiden letzten Jahre seit dem zwölften Kongress hat die Mandatarmacht keinen Schritt auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete unternommen, der als Beweis für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber dem jüdischen Volke in bezug auf den Aufbau eines jüdischen Zentrums in Erez Israel betrachtet werden kann. Der unbearbeitete staatliche Boden im Lande bleibt auch weiterhin jüdischer Kolonisation unzugänglich, bei der. Verteilung des Bodens werden die moralisch und juristisch gerechtfertigten Forderungen des jüdischen Volkes nicht berücksichtigt. Die Regierung verteilt hunderttausende Dunam Boden unter die nichtjüdische Bevölkerung in solchem Masse, dass die neuen Besitzer diesen Boden gar nicht bearbeiten können. Die Einwanderungsbeschränkungen, die ausschliesslich die jüdische Einwanderung treffen, wurden in den beiden letzten Jahren nicht nur nicht abgeschafft, sondern die Mandatarmacht zeigt die Tendenz, sie noch weiter zu verschärfen. Die jüdischen nationalen,?a sogar die bürgerlichen Rechte sind in Erez Israel nicht gesichert, das oberste Organ des jüdischen Jischuw, der Waad leumi, wurde von der Mandatarmacht nicht als juristische Körperschaft anerkannj. Die* Forderungen der Zionistischen Organisation als der derzeitigen Jewish Agency werden von der Mandatarmacht nicht berücksichtigt. Die Delegation des Zioniistiscih-Soizia'listischen Verbandes Zeire Zion hat kein Vertrauen zu den Kräften, die heute die Weltpolitik beherrschen, und erklärt, wie bereits wiederholt früher, neuerlich vor dem Kongress, dass sie den Zukunftswert des Mandates nur in; der Zustimmung der demokratischen öffentlichen Meinung zu den 310