Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 335)
- Language
- German, English, Hebrew
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Gleichzeitig würdigt die Fraktion die Arbeit der Leitung für die Ratifizierung des Palästinamandates und für dessen Gutheissung durch die. Volksvertretungen von England und Amerika sowie ihre Anstrengungen, das Palästinabudget zu sichern und die wirtschaftliche Position in Palästina zu erhalten und zu stärken. In Anbetracht der angeführten Motive wird sich die Fraktion an der Abstimmung nicht beteiligen. Sie ist aber bereit, für den ersten Teil der Resolution der Hitachduth zu stimmen und beantragt, die Abstimmung über diese Resolution so zu teilen, dass der letzte Satz gesondert zur Abstimmung gelangt." Schriftführer Dr. Glückjson übersetzt die verlesene Erklärung ins Hebräische. Delegierter S. Lokszen (Dror, hebräisch): Namens der Zionistisch- Sozialistischen Gruppe „Dror" beehre ich mich, folgende Erklärung abzugeben: „Unter Anerkennung der schweren Bedingungen ausserhalb und innerhalb der Bewegung, welche die Tätigkeit der Exekutive erschwert haben, und in gebührender Würdigung der grossen Anstrengung, welche sie gemacht hat, um die Legalisierung unserer Rechte auf internationaler politischer Basis zu erlangen und das Minimalbudget von Palästina zu sichern, erklären wir gleichzeitig: 1. dass die politische Methode der Exekutive eine Methode der stillschweigenden Zustimmung und ständigen Anpassung an die politischen Bedingungen und Einschränkungen war, eine Methode ohne die nötige Aktivität und Hartnäckigkeit in der Verteidigung unserer elementaren Rechte, eine Methode falscher Bewertung unserer Beziehungen zur Mandatarmacht, zur palästinensischen Verwaltung und zu unseren Nachbarn im Lande — was dazu führte, dass unsere politischen Rechte in fataler Weise ihres konkreten Inhaltes beraubt wurden, dass unsere Lage im Lande, die Bedingungen der Entwicklung der Bewegung und die Bedingungen unserer kolonisatorischen Arbeit sich verschlimmerten, und was in der Politik im Lande Tendenzen der Liquidation nach sich zog: 2. dass die Exekutive, indem sie die Losung der Erweiterung und Heranziehung von Kräften, die sich am Aufbau des Landes beteiligen, ausgab, den Weg schädlicher Illusionen betrat, die gegenwärtig keine reale Basis haben, und sich infolgedessen gegen die demokratischen Grundlagen der Bewegung verging, was die Bewegung in einen Zustand inneren Verfalles brachte; 3. dass die Exekutive in ihrer Einwirkung auf den Gang der kolonisatorischen Arbeit nicht verstand, einen einheitlichen Plan zur Stärkung des Arbeitselementes in Uebereinstimmung mit den Forderungen der gegenwärtigen Phase der Kolonisationsarbeit aufzustellen, und dass sie nicht methodisch und in hinreichendem Masse die Alijah und Hachscharah der Arbeiter und die Positionen des arbeitenden Jischuw^ im Lande unterstützte. Indem wir die Tätigkeit der Exekutive auf allen diesen Gebieten als schädlich und gefährlich für die ganze zionistische Sache betrachten, halten wir es nicht für möglich und für nötig, unsere völlig negative Stellung zu dieser Methode durch kompromisshafte, unklare Aeusserungen zu schwächen. Wir haben kein Vertrauen zu jener Koalition von Kräften, auf denen dig Exekutive sich aufbaut, und zu dem System, an dem sie festhält; daher werden wir gegen das Vertrauensvotum für die Exekutive stimmen.'4 Delegierter Felix Rosenblüth: Meine Damen und Herren! Herr Locker hat vorhin beantragt, die Abstimmung über den Antrag der Hitachduth zu teilen, und zwar so, dass die Trennung erfolgt vor dem Antrage auf Erteilung des Absolu- 312