Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 332)
- Language
- German, English, Hebrew
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Die ersten Tage des Kongresses waren ausgefüllt mit den B erichten der Exekutive, die von mehreren Mitgliedern der Exekutive erstattet wurden, worauf eine Diskussion über diese Berichte begann, in der die verschiedenen Gesichtspunkte zum Ausdruck gelangten. Besondere Aufmerksamkeit wurde einem der Vorschläge betreffend die Jewish Agency gewidmet. Die Frage, die sich jetzt erhebt, ist die, was der Kongress in bezug auf diese Berichte und in bezug auf die Tätigkeit der Exekutive während der beiden letzten Jahre beschliessen will. Diese Frage wurde im Permanenzausschuss behandelt. Wie ich erfahre, ist der Permanenzausschuss als solcher nicht in der Lage, einen Vorschlag in seinem Namen vorzulegen. Daher sind die Mitglieder des Permanenzausschusses, die die verschiedenen Landsmannschaften, Delegationen und Fraktionen vertreten, zusammengekommen und jede Gruppe will dem Kongress ihre Ansicht über diese Frage unterbreiten. Ich betone, dass die Abstimmung nicht die Frage der Erweiterung der Jewish Agency, sondern bloss die Frage der De Charge betrifft. Das Wort hat Herr Dr. Katznelson. Mitglied des A. C. Dr. Abraham Katznelson (Hitachduth, hebräisch): Geehrter Kongress! Die Zionistische A r b e i t s p a r t e i Hitachduth beantragt folgende Resolution (liest): „Nach Anhörung des Berichtes der Exekutive konstatiert der Kongress, dass infolge mangelnder Einheitlichkeit in der Führung der Geschäfte die Exekutive nicht zur vollen Entfaltung ihrer Kräfte und nickt zu jenem Zustand der Gesamtverantwortung gelangt ist, die zu gedeihlicher Führung der Arbeit erforderlich sind. Der Kongress anerkennt die positiven Leistungen der letzten Jahre, und zwar insbesondere: 1. die Erreichung der Mandatsbestätigung; 2. die unter schwierigsten Verhältnissen geleistete kolonisatorische Arbeit in Palästina, die zur Erschliessung neuer jüdischer Positionen und Erhaltung der alten geführt hat; 3. die beträchtlichen Resultate der Keren Hajessod-Arbeit, insbesondere der letzten erfolgreichen Anstrengungen der Präsidenten. Daher nimmt der Kongress den Bericht zur Kenntnis." Delegierter Dr. Ch. Arlosorofi übersetzt vorstehenden Resolutionsantrag ins Deutsche. Delegierter Felix Rosenblüth (Deutschland,^ deutsch): Im Namen der Vereinigten Landsmannschaften habe ich zu erklären, dass wir die Resolution der Hitachduth unterstützen und für diese Resolution stimmen werden. Mitglied des A. C. Hermann Struck (Misrachi, deutsch): Geehrter Kongress! Im Namen der Zionistischen Föderation Misrachi habe ich die Ehre, Ihnen folgende Erklärung vorzulegen: * „Der Misrachi drückt der Exekutive seinen Dank aus für die hingebungsvolle Arbeit zugunsten des Keren Hajessod. Gleichzeitig sieht er sich gezwungen, die Erfolglosigkeit der seit der Mandatsbestätigung geleisteten politischen Arbeit festzustellen, der es nicht gelungen ist, die Mandatarmacht über den der Balfour-Deklaration und dem Mandat widersprechenden Geist der Verwaltung Erez Israels aufzuklären. Im Hinblick darauf, dass die Leitung den vom XII. Kongress angenommenen Beschluss über die Innehaltung des Religionsgesetzes im öffentlichen Leben in keiner Weise durchgeführt hat, 309