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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 305

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 305 (sequence 328)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5436-3481581
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„Eine angemessene jüdische Vertretung soll als eine öffentliche Körperschaft zu dem Zwecke anerkannt Wörden, um die Verwaltung Palästinas in jenen wirtschaftlichen, sozialen und anderen Angelegenheiten (von politischen Angelegenheiten ist nicht die Rede) „zu beraten und mit ihr zusammenzuwirken, die die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte und das Interesse der jüdischen Bevölkerung Palästinas betreffen, und, immer unter der Aufsicht der Regierung, (vielleicht passt Ihnen das nicht, aber es steht im Vertrag) „bei der Entwicklung des Landes zu helfen und teilzunehmen. Die Zionistische Organisation wird, solange ihre Organisation und Verfassung nach Meinung des Mandatars angemessen sind, (vielleicht passt Ihnen das nicht, aber das ist ein Teil des Vertrages) „als diese Vertretung anerkannt werden. Sie soll im Einvernehmen mit Seiner Britischen Majestät Regierung Schritte unternehmen, um die Mitwirkung aller Juden zu sichern, die gewillt sind, an der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte mitzuhelfen." Wie ich sehe, meine Freunde, müssen wir, wenn wir diesen Vertrag: erfüllen wollen, und da dies der erste Kongress seit der Ratifizierung des Mandates im Juli vorigen Jahres ist, die Jewish Agency errichten; wir können nicht anders. Ich möchte aber nicht über die Agency sprechen, und ich will Ihnen sagen warum. Ich möchte mit Ihnen ganz offen und aufrichtig sprechen. Ich glaube nicht, dass die Jewish Agency die Hauptfrage dieses Kongresses ist. Es wäre vielleicht Chuzpäh von mir, dies zu sagen, nachdem wir eine ganze Woche lang bis zum Ueberdruss die Debatten über die Jewish Agency angehört haben; aber es steht fest, dass die amerikanische Delegation zu diesem Kongress mit einer einfachen Losung kam: „Eine solche Erweiterung, die alle Juden einschliessen soll." (Zwischenruf Lichtheim: Zu einfach!) Zu einfach, sagen Sie. Schön. Formulieren Sie es kunstvoller und wir werden es annehmen. Ich habe mit Herrn Grünbaum und mit der ganzen Opposition gesprochen und habe noch keinen einzigen Delegierten dieses Kongresses gefunden, der mit dem Grundsatze der Jewish Agency nicht einverstanden ist. Es ist bloss eine Frage der Methode. Welches ist der beste Weg, die Jewish Agency aufzubauen? Denn in dieser Frage kamen weder die amerikanische Delegation noch irgendeine andere mit einem Ultimatum zum Kongress. Finden Sie den Weg, geben Sie uns die Methode (und ich habe das von der sogenannten Opposition immer und immer wieder verlangt), wir werden sie annehmen. (Zwischenruf: WTeItkongress!) Ich persönlich bin, wie Sie wissen, für den Kongress; aber selbst die sogenannte Opposition ist darin mit uns einig, dass es mehrere Jahre erfordern würde, den Kongress zu schaffen, und während dieser Zeit müssen wir etwas tun. Warum haben wir eine Woche lang über die Jewish Agency debattiert? Ich will ganz freimütig zu Ihnen sprechen. Tatsächlich ist es überhaupt nicht die Jewish Agency, um die es sich hier handelt. Die Jewish Agency war nur das Schlachtfeld, wo die streitenden Kräfte sich begegneten, um die Frage auszufechten, wer diesen Kon* gress beherrschen soll. Und um die Wahrheit zu sagen, hätten Sie irgendeine von zehn oder zwanzig anderen Fragen ebenso wählen und die ganze Sache um irgendeinen dieser Punkte ebenso gut auskämpfen können wie um die Jewish Agency. Die Frage hinter den Kulissen, die Hintergrundsfrage ist folgende: Sollen wir die Führung Dr. Weizmanns und S o k o 1 o w s gutheissen oder ablehnen oder, sagen wir, die von Herrn Ussischkin und dem Rest der Exekutive? Herr Sokolow gab von dieser Tribüne aus eine Erklärung ab und niemand bestritt sie. Herr Sokolow widerlegte die Behauptung Herrn Grünbaums, dass Dr. Weiz- 20 305.

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