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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 303

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 303 (sequence 326)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5434-3481579
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Menschen vor der Friedenskonferenz zu stehen und seine Rede zu hören, nach welcher ihm Weizmann nicht die Hand reichen wollte und ihn einen Verräter des jüdischen Volkes nannte. (Zwischenruf: Falsches Beispiel. Wer hat ihn denn vorgeschlagen?) Selbstverständlich werden wir diese Menschen heute nicht als unsere Kandidaten aufstellen; sie sind keine schlechten Juden, aber wir können mit ihnen nicht politisch am Aufbau von Erez Israel arbeiten. Sollen wir, die wir nicht nur ökonomisch Erez Israel aufbauen wollen, sondern ein nationales Judentum schaffen wollen, diesen Elementen die Repräsentation unserer politisch-nationalen Aspirationen übergeben? Sollen wir so leichtsinnig und so unvorsichtig sein? Es ist hier bei einer gewissen Gruppe das Schlagwort von der homogenen Exekutive ^gefallen. Die Menschen, welche eine homogene Exekutive wollen, verfuchen nun auf der anderen Seite, eine Jewish Agency zu schaffen, in der Henriquez und Mereminskl zusammensitzen sollen! Ja, meine Herren, vielleicht wird sie einmal homogen werden, aber nicht in unserem Sinne, sondern im Sinne der anderen. Wir werden in die Lage kommen, unsere nationalen Angelegenheiten in England verteidigen zu müssen. Erez Israel können aber nicht jene Menschen verteidigen, die in ihren Organisationen diese Angelegenheiten als quantite negligeable betrachten. Gestern hat hier jemand von der Arbeit gesprochen, die beim Aufbau des Technikums geleistet wurde. Schmarja Levin war einer der Hauptarbeiter für diese Idee. Wir haben jetzt ein neues Kuratorium für das Technikum gebildet, in welchem vier Zionisten und zwei Nichtzionisten von den Elementen, die man nun zuziehen will, sitzen. Dieses Kuratorium verfasst ein Statut, in welchem es heisst: die Sprache d ej> Technikums soll hebräisch sein, aber wenn man andere Sprachen braucht, kann man sie auch benützen. Als ich als Vertreter des J. N. F. in dieses Kuratorium eintrat, habe ich sofort gegen diesen Paragraphen protestiert. Jetzt befinden wir uns in dieser Sache in einem Streit; denn da es heisst, dass man andere Sprachen benützen kann, wenn man sie braucht, so ist es selbstverständlich, dass man sie schon heute braucht. Und so wird mit diesen „herangezogenen" Menschen wegen des Technikums wieder ein grosser Streit losgehen. Was für Kräfte sollen denn zugezogen werden? Ich verstehe, dass es auf ökonomischem und finanziellem Gebiete Elemente geben kann, die viel leisten können. Sie haben Geld und vielleicht auch den nötigen Willen. Aber auf dem Gebiete der Verteidigung unserer nationalen Zukunft im Lande können die Leute nicht mit jener Sprache reden, die" man jetzt reden muss und in Zukunft vielleicht noch mehr. Diese Menschen haben ja noch gestern unsere ganzen Bestrebungen verneint und fürchten noch im#ier, dass das Resultat unserer Arbeit ein nationales Aufleben in Erez Israel und nicht bloss Philanthropie für arme Emigranten sein könnte. Nein, meine Herren, es ist noch zu früh. Ich hoffe, es wird die Zeit kommen, da unsere nationale jüdische Armee — ob zionistisch oder nichtzionistisch — immer grösser werden wird und neue Kräfte auch diese politische Arbeit übernehmen werden. Aber Leute, welche, wenn :sie für den Aufbau Erez Israels Geld geben, besonders betonen, dass sie keine Zionisten sind, sind nicht die. Menschen, denen wir unsere politische Repräsentanz anvertrauen können. Einer der Redner hat gemeint, die Sache sei noch nicht reif. Das war das Beste, was auf diesem Kongresse über diese Frage gesagt wurde. Die Sache ist nicht reif. Macht keine Schritte, die dann nicht mehr rückgängig gemacht werden können! Wenn Ihr etwas Oekonomisches unternehmet und es misslingt, so ist das gewiss nicht gut; man. sagt dann, die Zionisten können nicht arbeiten. Das ist aber kein grosses Unglück; es ist eine blosse Geldfrage. Wsnn Ihr aber alles, was Ihr in Jahrzehnten aufgebaut habt: Euer nationales Leben, Eure nationalen Forderungen, Euren nationalen Geist und Eure politische Macht den 303

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