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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 285

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 285 (sequence 308)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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doch nur die Einbeziehung einzelner Organisationen in die Jewish Agency zur Folge haben. Das Projekt nun der Zuziehung einzelner Organisationen in die Jewish Agency wäre von sehr fragwürdigem Nutzen. Wir haben praktische Erfahrungen über die Arbeit jener Gesellschaften, die man, heranziehen will.. Wir wissen, wie wenig diese Gesellschaften trotz guten Willens und grandioser Geldmittel geschaffen haben. Die Ergebnisse dieser Gesellschaften in Polenx Litauen und anderen Ländern sind äusserst gering. Wir behaupten mit Bestimmtheit, dass die Heranziehung dieser Gesellschaften den Zionismus wenig fördern würde. Vergleichen wir die Tätigkeit der Zionistischen Organisation mit ihren geringen Geldmitteln mit der Tätigkeit dieser Gesellschaften, dann werden wir so recht verstehen, was eine grosse Volksbewegung, wenn auch nur mit geringen Geldmitteln, erreichen kann. Würden wir diese Tätigkeit den philanthropischen Gesellschaften übergeben, dann würden wir Geist und Seele des Zionismus abtöten. Wir würden die Kräfte schwächen, welche heute schon für den Aufbau Erez Israels wirken. Der einzige Weg ist der, den Rahmen der zionistischen Bewegung zu erweitern, und zwar im Wege des Keren Hajesso d. Der Keren Hajessod ist jetzt über den Rahmen hinausgewachsen, den er ursprünglich hatte. Schon jetzt umschliesst er Kreise, die nicht streng der Zionistischen Organisation angehören. Wir müssen jetzt durch den Keren Hajessod die Zahl derjenigen vergrössern, die an dem Aufbau teilnehmen wollen. Wir erklären deshalb, dass nur durch die Zionistische Organisation und durch den Keren Hajessod die Jewish Agency gebildet werden kann. Das ist der einzige Weg, der die Gefahr vermeidet, dass in die Jewish Agency Elemente hineinkommen, die den Kampf nicht führen können, den wir führen. Es unterliegt keinem Zweifel, dass diese Elemente uns in dem Kampfe für unsere nationalen Rechte stören werden. In ihnen wird die Politik von Herbert Samuel, die Politik des „nicht-extremen Zionismus44 die stärkste Unterstützung finden. Daher muss man einfür allemal mit den Phantastereien von der Zuziehung dieser Gruppen brechen. Es ist das Phantom, dem man nachjagt. Der einzige Weg für den Aufbau von Erez Israel ist der Weg durch das jüdische Volk. Mitglied des Finanzu. Wirtschaftsrates Dr. Arnold Barth (Misrachi, deutsch): Geehrter Kongress! In dieser vorgerückten Stunde und nachdem so viel über die Frage gesprochen worden ist, hat es keinen Sinn, die ganze Frage noch einmal von Anfang an aufzurollen, ich will daher nur einiges sagen, was mir als wesentlich und grundsätzlich erscheint. Die Frage wurde meines Erachtens von den meisten Rednern und insbesondere auch von der Exekutive, sowohl in den Eröffnungsansprachen als in den Schlussansprachen der beiden Präsidenten, an einem falschen Ende angefasst. Wir sprechen von der Erweiterung der Jewish Agency immer lediglich von dem Gesichtspunkte aus, dass man die finanziell wie politisch schwachen Kräfte der Zionistischen Organisation durch Hinzuziehung neuer Kräfte stärken müsse. Wir sprechen aber gar nicht von einem ideellen Momente, das mindestens ebenso wichtig ist, nämlich davon, was im Baseler Programm niedergelegt ist, dass Palästina für das jüdische Volk und nicht für die Zionistische Organisation zu erstreben ist. Wir haben jetzt die erste Etappe unseres zionistischen Zieles erreicht und es ist an der Zeit, Palästina dem jüdischen Volke zu übergeben. Diese Uebergabe von der Organisation an das Volk kann aber nicht dadurch geschehen, dass man irgendwelche beliebige Kreise, die nur bereit sind, sich irgendwie an der Arbeit zu beteiligen, zur Jewish Agency zuzieht, sondern nur dadurch, dass man wirklich berechtigten Vertretern des jüdischen Volkes die Möglichkeit der Mitwirkung und der Mitverantwortung gibt. In diesem Sinne war es eine völlig verfehlte Einstellung in der Eröffnungs- und Schlussrede Dr. Weizmanns, dass er gegen diejenigen polemisiert hat, die keine Macht aus der Hand geben wollen. Diejenigen, die keine Macht aus der Hand geben wollen, bestehen lediglich in dem kleinen Häuflein derer um Lichtheim; sie vertreten den Standpunkt, dass nur die Zionistische Organisation und niemand anders. 28.>

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