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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 284

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 284 (sequence 307)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5415-3481560
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ur.s Sympathien gezeigt, aber nach der Deklaration die Gegnerschaft gegen den Zionismus organisiert hat. ß r a n d e i s und seine Gruppe sind nicht wegen konkreter Fragen aus der Organisation geschieden. Sie wussten, dass sich die Minorität der Majorität fügen muss, aber sie mussten scheiden, weil sie in unserer Zionistischen Organisation keinen Platz mehr für sich finden konnten. Wie wir den Zeitungen entnommen haben, soll Dr. Weizmann iii €iner Rede, die er in England hielt, gesagt haben, dass der Zionismus nicht mehr das ist, was er einmal war, sondern nur mehr eine geistige, religiöse Strömung. Wahrscheinlich hat Prof. Weizmann das nicht so offenkundig ausgesprochen. Er hat es gelernt, diplomatisch zu sprechen. Aber dass die arideren sich auf ihn berufen, dass die e n g 1 i s c h e n J u d e n, die offen behaupten, dass sie gegen das politische Moment sind, aber trotzdem wegen des geistigen Momentes für Palästina arbeiten können, E i n f 1 u s s gewinnen — führt uns in den Abgrund. Politisch sind in Palästina alle Niederlagen dem Einflüsse dieser Kräfte, denen Dr. Weizmann verfallen ist, die Lahmlegung der Bewegung dem Einflüsse dieser Sphären zuzuschreiben. Unsere Leitung hat Angst, das nationale Moment in der Bewegung zu betonen. Weizmann hat in Baltimore wohl den nationalen Geist betont, aber was hat er denn alles verschwiegen! Die Leitung kümmert sich nicht einmal um die Bewegung der Chaluzim. Mit Marshall werden wir uns abfinden können; wenn er zu uns kommen wollte, würden wir ihn vielleicht unter gewissen Bedingungen aufnehmen können. Aber gefährlicher als die amerikanischen Juden sind für uns die englischen Halbjuden, und auf die hat der Leiter unserer Organisation abgezielt. Den Besten von diesen haben wir ja in Palästina, Herbert Samuel, und der schmälert unsere Rechte. Die ganze Politik der englischen Regierung ist eine Nichtanerkennung des nationalen Prinzips und eine Anerkennung des liberalen, kosmopolitischen Prinzips, weil ein englischer Jude nicht anders fühlen kannr' Das ist für uns gefährlich. Nicht nur geistig, sondern auch politisch wird uns dies in-den Abgrund schleudern. (Beifall.) Delegierter A. Beloglowsky (Zeire Zion, Litauen, jüdisch): Es ist klar, dass eine unserer wichtigsten Aufgaben in der Vergrösserung des Kreises derjenigen besteht, die für den Aufbau von Erez Israel arbeiten wollen. Es ist weiter klar, dass das einzig mögliche ideale Mittel, um diesen Kreis zu vergrössern, so dass er das ganze jüdische Volk umfasst, der allweltliche jüdische Kongress ist. Die Zionistische Organisation hat doch immer auf den grossen Augenblick gewartet, wo die Arbeit, die ausschliesslich in den Händen der Zionistischen Organisation lag, aufhören wird, Sache bloss einer Gruppe im jüdischen Volke zu sein und eine Angelegenheit des ganzen jüdischen Volkes werden wird. Auch heute, wo die Ideen und Ideale des Zionismus in breite Kreise des jüdischen Volkes eingedrungen sind, ist es für uns klar, dass der allweltliche jüdische Kongress die grossen Kräfte scharfen könnte, die nötig sind, um das zionistische Ideal zu verwirklichen. Aber die Frage der Einberufung des allweltlichen jüdischen Kongresses muss in diesem Momente nur vom Standpunkte der Möglichkeit betrachtet werden. Sind die objektiven Möglichkeiten dafür vorhanden? Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass diese Möglichkeiten heute noch nicht gegeben sind. Die Umstände sind noch nicht reif dafür. Auch die Organisationellen Möglichkeiten der Einberufung des Weltkongresses sind jetzt gering! Bis dahin aber müssen wir jene Mittel anwenden; die es ermöglichen, den Rahmen unserer Arbeit zu erweitern und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Da kommen wir nun zu einer ganzen Reihe von Vorschlägen, die gemächt worden sind. Welche von ihnen entsprechen unserer Aufgabe? Es ist vorgeschJagen worden, Landeskonferenzen einzuberufen, die die Jewish Agency bilden sollen. Wir müssen aber feststellen, dass dieselben Schwierig^ keiten, die der Einberufung des Weltkongresses entgegenstehen, auch in bezug auf die Landeskonferenzen gelten. Zur Vorbereitung derselben sind grosse Kräfte und ein langer Zeitraum erforderlich, also beinahe dieselbe Anstrengung wie für den alljüdischen Kongress. In der Praxis würde ein solcher Beschluss' .234

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