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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 270

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 270 (sequence 293)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5401-3481546
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wirtschaftlichen Institute denjenigen übergeben wird, welche für den jüdischen Arbeiter keinerlei Verständnis'haben, der jüdische Arbeiter mit ihnen nicht wird zusammengehen können. Und Sie müssen wissen, dass Palästina nur durch den jüdischen Arbeiter aufgebaut werden kann. Die „Grossen" haben kein Verständnis für den einfachen Arbeiter, der das Land aufbaut. Wir sind überzeugt, dass man die Kräfte, welche mit uns wirklich arbeiten wollen, auch auf eine andere Weise, und zwar durch einen Ausbau der Zionistischen Organisation und der bestehenden Institutionen heranziehen kann. Die Zionistische Organisation auf der einen Seite und der organisierte J i s c h u w auf der anderen Seite, zusammen mit dein Kere n Hajesso d, an dem ja auch Nichtzionisten mitarbeiten, können einen verantwortlichen Apparat schaffen, der den erstrebten Zweck erreichen wird, ohne die Grundlagen unserer Bewegung zu zerstören. (Beifall.) Delegierter M. Schächter (Rumänien, jüdisch): Die rumänische Landsmannschaft, bestehend aus Delegiertem der Bukowina, Rumäniens und Siebenbürgens steht auf dem Standpunkte der Erweiterung der Jewish Agency. Es ist nur die Frage, ob der Kongress bestimmte Garantien beschliessen oder.eine Carte blanche geben soll Die Lage ist nach unserer Meinung sehr kritisch, obzwar Präsident Weizmann das bestritten und gesagt hat, dass wir sogar Erfolge erzielt haben. Die Araber haben nicht alles erzielen können, was sie gewollt haben, und das ist schon nach Ansicht des Präsidenten ein Plus. Das ist aber nicht genug. Wir in Rumänien haben Gelegenheit gehabt, über, die Ali j anfrage anderer Meinung zu sein. Wir finden, dass wir in der Frage der Alijah eine ungeheure Krise durchmachen. So kann es nicht weitergehen. Zum Beispiel die Tatsache, dass unsere Chaluzim Kopfsteuer und Visagebülu en bezahlen müssen, ist ein Moment, welches zeigt, dass die englische Politik nicht sehr zu unseren Gunsten ist. Wir müssen daher Menschen zuziehen, die dieses Uebel beseitigen können. Auch die sonstige politische Lage ist ungünstig. So z. B. nimmt die palästinensische Regierung hinsichtlich des Schulwesens uns gegenüber eine sehr unbefriedigende Stellung ein. Das sind die objektiven Momente. Es gibt aber auch subjektive Momente. In den letzten zwei Jahren sind die verantwortlichen Faktoren, Dr. W e i z m a n n und Herr S o k o 1 o w, nie längere Zeit auf einem Platze gewesen, da sie immerfort reisen mussten. Dies ist aber ein unmöglicher Zustand, dass die Personen, die die diplomatische Verantwortung haben, am Sitze der Leitung nicht zugegen sind. Ausgehend von diesen Prämissen kommen wir zu der Folgerung: es ist wegen der objektiven Lage nötig, die jewish Agency zu erweitern, damit wir die geschilderten Uebel beseitigen. Wir wollen es auch aus subjektiven Gründen tun, damit unsere gewählten Vertreter sich ganz der Sache widmen können. Wir stehen daher auf dem Standpunkt, dass man die Jewish Agency erweitern muss, jedoch mit folgender Einschränkung: Man kann die Jewish Agency nicht Menschen übergeben, die nicht das richtige Verständnis für das Problem des Aufbaues von Erez Israel haben, man muss daher den Kreis der Aufzunehmenden begrenzen. Es ist hier nicht der Ort, sich mit der technischen Zusammensetzung der zukünftigen erweiterten Jewish Agency zu befassen. Diese Frage wird in der Kommission näher behandelt werden. Deshalb begnügen wir uns, zur Frage der Jewish Agency folgende E r k 1 ä r u n g abzugeben, die ungefähr die Meinung sämtlicher Mitglieder der rumänischen Landsmannschaft zum Ausdrucke bringt: „1. Die rumänische Landsmannschaft erkennt als Grundprinzip an, dass der Aufbau Erez Israels vom ganzen jüdischen Volke durchgeführt werden muss und nicht Aufgabe der Zionistischen Organisation allein bleiben kann. •270

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