Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 292)
- Language
- German, English, Hebrew
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keiten heranziehen, sondern auch sachliche Konzessionen inachen sollen, um ihre Heranziehung zu ermöglichen. Das ist aber ganz falsch. Erinnern wir uns ,an den Versuch, welchen wir vor drei Jahren auf der tragischen Londoner Konferenz gemacht haben. Wie ist es dort gewesen? Man hat dort die Diktatur erwählt auf Grund von Vorschlägen, die von B r a n d e i s ausgegangen sind. Auf derselben Konferenz hat man einen Economic Board geschaffen, von dem man viel erwartet und erhofft hat. Und jetzt will man dieselben Illusionen erneuern. Man hat vergessen, dass dieser Kampf — der grosse Kampf, der in Amerika nach der Londoner Konferenz entbrannt ist -— kein persönlicher Kampf zwischen Brandeis und Weizmann, sondern eine natürliche Erscheinung und der Ausbruch der Kraft der Bewegung war. Nun kommen aber dieselben Menschen, die damals für unsere Prinzipien der Volksmasse in der zionistischen Bewegung gekämpft haben, mit denselben Plänen, weiche man damals aufzwingen wollte. Ich glaube, dass es ein Zeichen unserer Schwäche und ein Zeichen dafür ist, dass diese Menschen müde geworden sind. Ich möchte nicht, dass man unsere Stellungnahme als eine Engherzigkeit auffasst; man soll nicht glauben, dass wir vor neuen Menschen Angst haben. Aber man muss hier genau nachdenken und zwischen Kreisen uiiä Menschen einen Unterschied ziehen. Die Kreise, welche man zu unserer Arbeit heranziehen will — und ich fürchte, dass man bereits mit ihnen Abmachungen getroffen hat, — verstehen es nicht, mit den jüdischen Massen, mit den jüdischen Arbeitern, mitzuarbeiten. Es wird eine Ehre und eine Knechtung sein, eine Ehre für sie und eine Knechtung für uns. Sie werden die Bewegung hemmen, während wir schon Jahrzehnte für unsere Befreiung von der Assimilation kämpfen. Und wie können wir Leuten, die die A s s i m i 1 a t i o n s i d e e n propagieren, welche gegen uns sind, wie können wir solchen Menschen den grossen und schweren Kampf anvertrauen, den wir führen, den wir zu Ende führen wollen. Wie können wir diesen Elementen, selbst wenn es die besten Menschen sind, das politische Schicksal unserer Bewegung anvertrauen? Man verspricht uns, dass die neuen Leute uns Mittel verschaffen würden, ja, dass sie bereit seien, um das Land aufzubauen, auf Kompromisse einzugehen. Aber wir sehen keine konkreten Vorschläge und wir wissen bis heute nicht, welche Verpflichtungen diese Leute übernehmen wollen. Kein einziger Redner hat uns klar gesagt, dass die und die Menschen bereit seien, mit uns zu arbeiten und dass sie die und die Verpflichtungen übernehmen wollen. Wenn man uns etwas Definitives gesagt hätte, wäre die Lage vielleicht anders. W i r verlangen Verpflichtungen! (Zwischenrufe: Welche Verpflichtungen haben Sie auf sich genommen?) Wir haben Verpflichtungen aui uns genommen. Geld ist nicht alles. Wrir gehen nach Palästina und geben das Beste, was wir haben, für den Aufbau Palästinas her.# Bezüglich der palästinensischen Arbeiter haben Sie nicht viel zu reden. Man hat gesellen, wie sie ihre Pflicht gegenüber der nationalen Erlösung erfüllt habe;:. Hätten S i e nur mit derselben Begeisterung und mit derselben Hingebung das getan, was der palästinensische Arbeiter getan hat! Wir haben gesehen, dass die zionistische Bewegung genug siark ist. Trotz der schwierigen Verhältnisse haben wir einen Fonds geschaffer:, von dem man sich nie hätte träumen lassen. Wir haben ein Recht gehab: zu erwarten, dass nach dem völligen Zusammenbruche der Illusionen der Londoner Konferenz das Verständnis für unsere Arbeit erwachen wird. Jetzt kommen die Führer, die selbst den Fonds geschaffen haben, und wollen den Baum absägen, den wir allein gepflanzt haben. Aus diesen politischen und wirtschaftlichen Gründen können wir za dem unklaren Vorschlag, den man uns da gemacht hat, kein Vertrauen haben. Die zionistische Politik muss mit den realen Elementen in Palästina rechnen und muss Rücksicht nehmen auf Kreise, die Palästina aufbauen. Wir fürchten aber, dass, wenn man unseren politischen Einfkiss und nnsert