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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 228

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 228 (sequence 251)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Kontrolle des zionistischen Budgets kommen müssen. Das werden Sie nicht umgehen können, nicht durch Klauseln, nicht durch Sophisterei und nicht durch alle Pilpulistik, die wir hier aufbringen. Schon aus diesem Grunde müssen wir diesen Zustand legalisieren und ihm eine würdige Form geben. Es ist immer die Weisheit der Staatsmänner gewesen, die Tatsachen vorauszusehen und selbst etwas zu schaffen, bevor man es von ihnen verlangt. (Rufe: Sehr richtig!) Abgesehen davon, dass noch andere und sehr triftige Gründe vorhanden sind, um diese Sache der Jewish Agency in der Form zu machen, die ich mir erlauben werde, in zwei Zügen hier darzulegen. Ich habe es in einer kleineren ■Versammlung schon erklärt und ich glaube, dass Herr Sokolow mit mir voll und ganz übereinstimmen wird, dass diejenigen, die Sie mit einer schweren politischen Aufgabe betraut haben, eine Rückendeckung haben müssen; und so stark die Rückendeckung auch gemacht werden wird, wird sie noch immer schwach bleiben für den Anprall, der fortwährend gegen unsere Position gemacht wird. Herr Senator Dr. Ringel — ich komme mit einem Worte noch später darauf zurück — hat uns gesagt, wir hätten die diplomatische Offensive aus der Hand gegeben. Herr Dr. Ringel, ich bitte Sie um Gottes willen, wir sind nicht imstande eine Offensive zu machen. Die Terminologie, die Sie aus den Staatsbüchern der anderen nehmen, können Sie auf unsere Situation nicht anwenden. Es genügt, wenn wir die Position, die wir rechtlich erworben haben, auch halten können.. Ich schäme mich nicht zu sagen: Ich habe keine Erfolge aufzuweisen und nach dem Mandate werden jahrelang keine politischen Erfolge sein. Die politischen Erfolge, die Sie haben wollen, werden Sie sich im Emek, in den Sümpfen und auf den Hügeln erarbeiten müssen (Lebhafter Beifall) und nicht in den Kanzleien in Downing Street. Es genügt, wenn Ihre diplomatische Vertretung, wenn'Sie schon partout den Namen haben wollen, die Position halten kann. Auf Offensiven wird sich meine Wenigkeit wenigstens nicht einlassen, auf die Gefahr hin, vielleicht von manchen von Ihnen als nicht mutig genug angesehen zu werden. Ich habe aufmerksam alle Mittel gehört, die hier vorgeschlagen wurden, wie man das britische Empire bewegen soll . . . (Lachen.) — Lachen Sie nicht, ich meine es ernst — denn Sie operieren damit heute den ganzen Tag — indem man Versammlungen in Warschau oder vielleicht auch in New York veranstaltet. (Zwischenruf des Del. Dr. Klwmel: Es gab Zeiten, wo Sie es selbst gefordert haben!) Gewiss, Herr Klumel, man kann es zweimal, man kann es dreimal machen, dann aber haben Sie Ihr Pulver verschossen. (Zwischenruf: Die Araber machen es tausendmal!) Ja, wenn Sie in Jerusalem 200.000 Juden auf die Strasse führen könnten, dann hätten Sie mich nicht gefragt und hätten es selbst getan. (Sehr richtig!) Zur Erhaltung unserer Position brauchen wir, wie Ussischkin sehr richtig gesagt hat, Menschen und Geld. Aber bei allem Respekt vor der Zionistischen Organisation, zu der auch ich gehöre: Wir haben nicht genug Menschen und wir haben nicht genug Geld. 228

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