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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 223

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 223 (sequence 246)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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fraktionaich jefraktun (Weil du einst fraktioniert hast, macht man jetzt Fraktionen gegen dich und zuletzt wird man wieder Fraktionen machen gegen die jetzigen Fraktionäre). (Stürmische, langandauernde Heiterkeit.) Mich haben gewisse Teile der Grünbaumschen Rede befriedigt und deshalb bedaure ich es umso mehr, dass er verschiedene Dinge übertrieben und dass er sich zu Redewendungen hinreissen liess, die fast wie Drohungen klingen. Als er über die Pflicht der Erhaltung der Zionistischen Organisation mit grossem Eifer und Begeisterung sprach, wiederholte er nur, was jeder von uns denkt: diesen Teil seiner Rede akzeptiere ich voll und ganz. Nur eine Sache ist traurig dabei, dass man es für nötig hält, auf einem Zionistenkongress vorzutragen, dass wir eine Volksbewegung brauchen, die demokratisch sein soll. Ueber diesen allgemein anerkannten Grundsatz braucht man keine Debatte zu führen. Es macht den Eindruck, als ob es zionistische Gruppen gäbe, die die Organisation schwächen und ihren demokratischen Charakter zu vernichten bestrebt wären, und dass es daher nötig sei, solche Pläne zu vereiteln. Ich bin fest überzeugt, dass der Zionistenkongress einig ist in seinem Bewusstsein und in seinem heissen Wunsch, die Organisation zu stärken und die Volksbewegung zu fördern. Nicht vom Standpunkt dieser theoretischen, von niemandem bezweifelten Grundsätze von Organisation und ihrem volkstümlichen Charakter, sondern unter Berücksichtigung der vollzogenen Tatsachen und ihrer Fortdauer und Entwicklung in bezug auf die Heranziehung weiterer Volkskreise zu unserer Arbeit hätte die Debatte geführt werden sollen. Eine dieser vollzogenen Tatsachen ist der Keren Hajesso d. In der feierlichen Sitzung, wo der Keren Hajessod geschaffen worden ist, haben wir uns an das jüdische Volk um Geld gewendet, nicht wie beim Keren Kajemeth um kleine Gaben, sondern um ganz grosse Summen. Daraufhin wurden die Statuten geschaffen, die doch kein Mensch liest, und deshalb hat man die Tatsache übersehen. Und so sind wir, meine Wenigkeit und Professor W e i z m a n n, wegen des Keren Hajessod herumgefahren und haben zu vielen Menschen, die nicht in der Zionistischen Organisation waren, gesprochen. Diese Kreise müssen doch einen Einfluss auf die Verwendung der Gelder haben. Das war der Wendepunkt in unserer Entwicklung. Ohne unsere Organisation zu schwächen, haben wir durch den Keren Hajessod neue Kreise von Mitarbeitern herangezogen, und das war ein grosser Erfolg. Diesen Kreisen müssen wir einen gewissen Einfluss auf die Palästinaarbeit einräumen und wir werden es gerne tun. Jetzt handelt es sich darum, neue Kreise für diese Arbeit zu gewinnen. Vorausgesetzt, dass wir die Form finden, wie diese parallele Arbeit einzurichten ist, dass sie in einem engen Kontakt mit unserer Organisation vor sich gehe, so wird das nicht nur keine Schädigung unserer Organisation, sondern im Gegenteil eine Stärkung derselben sein. W i e das zu machen sei, darüber hätte die Debatte geführt werden sollen! Es ist ein schweres Problem, aber wir müssen die Lösung finden! Oder will sich jemand auf den Standpunkt der 223

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