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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 221

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 221 (sequence 244)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5352-3481497
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an Information erklären. Diejenigen unserer Freunde, die die historische Tatsache der Mandatsbestätigung nicht richtig einschätzen, wissen nicht, wie schwer es war, alle Hindernisse zu beseitigen. Sie wissen nicht, dass noch in den letzten Tagen vor der Bestätigung das Mandat und die ganze Balfour-Deklaration Gefahr liefen, wieder aufgeschoben zu werden, was uns vielen neuen Schwierigkeiten und Kämpfen ausgesetzt hätte. Eine solche Tatsache wird einfach übergangen, davon wird nicht viel Aufhebens gemacht; dafür aber werden andere Tatsachen in übertriebener Weise herausgestrichen. Das ist keine ernste Methode einer Behandlung politischer Fragen. Warum sollen die Tatsachen verschwiegen werden, die wir für Erfolge halten? So wie bei uns, so gibt es auch auf der gegnerischen Seite eine stark anwachsende einheitliche Bewegung. Sie hat eine Delegation nach der anderen nach London und Genf geschickt und diese Delegationen sind unterstützt worden durch solche Kräfte in der politischen und in der allgemeinen Welt, gegen die wir sehr schwach sind. Sie haben Delegationen geschickt und haben verlangt, unsere Bestrebungen zu vereiteln. Es^ist ihnen aber nicht gelungen. Davon wird jedoch nicht gesprochen. Jede Delegation, welche eine negative Antwort bekommt, ist unser Erfolg. Warum sollen wir. von diesen Erfolgen nicht reden? Warum, wenn wir die Erfolge der letzten Jahre abwägen wollen, soll man nicht in die eine Schale die Erfolge und in die andere die Mis'serfolge werfen? Weichen Nutzen soll diese einseitige Abschätzung bringen? Soll es einen Nutzen bringen, wenn gesagt wurde, dass wir keine „Stadlanim" sein sollen? .,Stadlanim" — ein solches Wrort darf auf einem zionistischen Kongress nicht fallen. Es war keine „Stadlanus" auf unserer Seite, seit dem ersten Augenblicke nicht, als die neue politische Arbeit begonnen hat. Dieses Wort muss aus dem polemischen Lexikon gestrichen werden. Ihr gebt uns Ratschläge, wie wir reden sollen. Wo sind Eure Beweise, dass wir nicht mit dem Akzent von Energie und Ueberzeugung geredet haben? Wir haben ja täglich, ja, stündlich so geredet. Ihr fordert, wir sollen von der öffentlichen Meinung der Juden in der Wrelt sprechen. Das ist doch das Leitmotiv in all unseren Reden und Schriften! Ist es nicht überflüssig, solche Selbstverständlichkeiten hier als neue Anregungen vorzubringen? Die politische Lage ist ernst, aber der Ernst liegt anderswo als in der Tätigkeit dieser oder jener Exekutive. Als ernste Zionisten und Politiker müsst Ihr Euch Rechenschaft von der Schwierigkeit der zionistischen Lage, von der Schwierigkeit des nationalen Kampfes gegen eine ungeheure Majorität in Erez Israel geben; die Schwierigkeiten liegen in der Majorität, die sich organisiert, in der Entwicklung und in dem Wachstum jener Kräfte, die ausserhalb unseres Einflusses stehen. Die Schwierigkeiten bestehen in der Lage selbst. Es sind also Schwierigkeiten vorhanden. Sie waren nicht sichtbar in der Zeit des zionistischen Idealismus. Da hat man die Wirklichkeit nicht gesehen. Seitdem wir begonnen haben, unsere Rechte zur Geltung zu bringen, stossen wir selbstverständlich jeden Tag auf die vorhandenen realen Hindernisse. Wir müssen die Kraft haben und erwägen, was wir dagegen

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