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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 219

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 219 (sequence 242)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5350-3481495
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und hören Sie das Geschrei der ganzen Welt, auf das wir keine Antwort geben können. Ich will mich nicht mit dem Scheine fachmännischer Fähigkeiten umgeben, aber wie würden Sie handeln, wenn 400 bis 800 Leute, die nirgends auf der Welt Platz finden, kommen und in Erez Israel sterben wollen? Auch dazu müssen wir ihnen die Möglichkeit bieten. (Gelächter.) Ich finde, dass es darüber nichts zu lachen gibt, lächeln Sie nicht über so tieftraurige Tatsachen. In Erez Israel besteht augenblicklich die Aufgabe, zwei Dinge gleichzeitig zu lösen, die nicht gelöst werden können. Wollen wir uns einbilden, dass wir das Flüchtlingselend bestehen lassen können? Ich will Ihnen einige erfreuliche Tatsachen bekanntgeben. Im letzten* Jahre sind etwa 12.000 Menschen eingewandert, davon sind vielleicht 2000 arbeitslos. Es ist richtig, dass nicht alle diese Menschen verwurzelt sind, aber sie haben die Möglichkeit zum Leben bekommen. Man hat uns in der Mitte des Jahres das Budget um 2000 Pfund gekürzt. Ich bin fest überzeugt, dass es Möglichkeiten gibt, um mit der grössten Zweckmässigkeit und Oekonomie vorzugehen. Wir haben auch die Verpflegskosten für die Chaluzim auf 4,75 Piaster herabgesetzt. Für die Zukunft halte ich es für das beste, die Immigration so zu regeln, dass wir von der Regierung die Festsetzung einer bestimmten Zahl von Immigranten, auf deren Höhe ich hier nicht eingehen will, verlangen. Um zu keinen Missdeutungen Anlass zu geben, erkläre ich öffentlich, dass sowohl Professor Weizmann wie alle Mitglieder der Exekutive für eine breite Immigration sind, nur mit verschiedenen Nuancen. Und daher glaube ich, dass mit der Ziffer von- 30.000 Menschen gerechnet werden kann. Wenn es uns gelingt, im nächsten Jahre für 50 Prozent der Einwanderer dauernde Arbeit zu finden, und wenn die anderen 50 Prozent mit einer provisorischen Arbeit beschäftigt werden, so wäre das ein befriedigender Zustand. Aber dazu brauchen wir die Summe von 300.000 Pfund für feste produktive und 150.000 Pfund für unproduktive Ausgaben. Ich bin überzeugt, besonders wenn wir es in unserer Hand haben werden, die Alijah zu regeln, dass wir die Mittel dazu erhalten werden, denn das jüdische Volk wird seine Chaluzim nicht im Stiche lassen. Das ist, glaube ich, die Richtlinie, nach der wir vorgehen müssen. Geld und Chaluzim zu gleicher Zeit, dann werden wir eine geregelte Einwanderung haben. (Lebhafter Beifall.) Präsident der Exekutive Nahum Sokolow (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüsst. — Die Versammlung erhebt sich): Hoher Kongress! Ich bitte um etwas Aufmerksamkeit, weil meine Stimme schwach und die Stunde schon vorgerückt ist. Herr G r ü n b a u m hat im Beginne seiner Rede den Eindruck erweckt, dass sich in der wichtigen Frage der Jewish Agency innerhalb der Exekutive auf einer Seite der Präsident der Organisation Dr. Weizmann und auf der anderen Seite alle übrigen Mitglieder der Exekutive, meine Person eingeschlossen, gegenüberstehen. Der Eindruck wurde verstärkt durch eine Bemerkung von Dr. L e v i n, welcher auch das unter- 219

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