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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 218

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 218 (sequence 241)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5349-3481494
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werden und.-dass wir dort über alle Fragen sprechen werden, über die ich zu reden für notwendig halte und über die ich schon im vorigen Jahre und bei Besprechung der Palästinaämter meine Meinung geäussert habe. Wenn ich hier — ganz kurz — darauf eingehe, so geschieht dies, weil hier Angriffe gegen die Exekutive erhoben wurden, zum Teile auch solche, die mein Ressort angehen. Ich spreche hier als loyales Mitglied der Exekutive, das sich auf den Standpunkt der Gesetze, Vorschriften und Tendenzen gestellt hat, die während der zwei Jahre in Geltung waren und die ich zum grössten Teile auch in den Fragen der Alijah unterschreiben kann. Ich habe es für natürlich gehalten, in demselben Augenblicke, da ich ein Amt in der Zionistischen Organisation übernahm, meinen Parteistandpunkt beiseite zu stellen und meine persönlichen Anschauungen dort, wo dies notwendig war, hintanzusetzen. Was ich darüber zu sagen habe, habe ich in der Konferenz gesagt, aber eine Erfahrung möchte ich der kommenden Exekutive zum besten geben. Sie haben den Ausführungen des Treasurers Herrn van Vriesland entnommen* dass die Exekutive eine innere Schwäche hat. Unser Apparat funktioniert nicht gut, weil er Uebergriffe auf allen Seiten erfährt. Es ist ein organisatorisches Problem, wie man die Mitglieder der Exekutive vor den Uebergriffen des Treasurers zu schützen hat, dem bei uns zu viel Macht gegeben ist und der einem Ressortchef, der ihm aus irgendwelchen Gründen nicht gefällt, Schwierigkeiten bereiten kann. Das Problem der Beamtenschaft in Erez Israel und wahrscheinlich auch anderwärts ist überhaupt ein sehr ernstes und wir müssen ihm viel Aufmerksamkeit zuwenden. Ich habe es übernommen, namens der Beamtenschaft in Palästina Ihnen dieses Problem - vorzutragen, denn es ist unmöglich, dass Menschen — gleichgültig, welche Fähigkeiten sie besitzen — welche nach ihren besten Kräften 5, 10 und 15 Jahre für unsere Sache gearbeitet haben, eines schönen Tages auf die Strasse gesetzt werden. Hier müssen wir einen Weg finden, und ich fürchte mich nicht, an diese Dinge zu rühren. Nun will ich zu dem eigentlichen Thema, zur Alijah, übergehen und bitte Sie, zunächst zu bedenken, dass Palästina kein Einwanderungsland ist, mit dem in ökonomischem Sinne gerechnet werden kann. Wer glaubt, dass dem so ist, der hat sich arg getäuscht. Wäre ich als Delegierter hier, so würde ich wahrscheinlich von dieser Tribüne genau so sprechen, wie manche Redner hier gesprochen haben, aber aus der Kenntnis der Tatsachen, die ich in der Kommission vorlegen werde, erkläre ich Ihnen, dass wir zunächst mit diesem Umstände, dass Palästina ein natürliches Einwanderungsland nicht ist, rechnen müssen. Wir haben die Aufgabe, die Alijah zu fördern, und es ist eine unserer produktivsten Aufgaben. Bei dieser Gelegenheit möchte ich gleich sagen, dass ich auch die Erziehung für eine produktive Aufgabe halte und mich mit allen Kräften dafür einsetzen werde, dass das Erziehungsbudget, erhalten bleibt. Alijah und Erziehung, diese beiden Dinge sind unsere produktivsten Aufgaben. Aber das Elend der jüdischen Emigration können wir durch Palästina heute nicht lindern. Setzen Sie sich an meine Stelle in Jerusalem 218

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