Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 239)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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als eine Phrase war. Wer will denn kapitulieren? Wer will denn die Zionistische Organisation ausliefern? Sie werden finden, dass d i e Männer, die auf der .Seite 'der Jewish Agency stellen, diejenigen sind, die an der Wiege der Zionistischen Organisation, an der Seite Herzls standen. Glauben Sie auch nur einen Augenblick, dass diese Menschen die Zionistische Organisation zerstören möchten? Sie sagen nur, wir wollen für die Palästinaarbeit alle heranziehen, die gewillt sind, der grossen Sache zu dienen. Wollen Sie das Unterfangen mit Sicherungen umhegen, so tun Sie es; das ist nur eine technische Frage, die in den Kommissionen bearbeitet werden kann. Wenn Sie sagen, dass Sie für einen jüdischen Weltkongress sind, was bedeutet das? Es bedeutet, dass Sie mit der Zionistischen Organisation nicht zufrieden sind; es bedeutet, dass Sie andere hereinbringen 'wollen. Auch w i r sind für einen Weltkongress. Wir möchten eine Jewish Agency haben, die auf Wahlen demokratischer Art beruht. Aber jedermann weiss, dass, wenn wir einen Weltkongress haben sollen, er noch' etwas mehr bedeuten muss als die Zionistische Organisation. Er muss Menschen einschliessen, die noch nicht in der Zionistischen Organisation sind. Einen solchen Weltkongress, wie wir ihn möchten, können wir nicht sofort haben. Und wenn wir diesen Weltkongress nicht sogleich haben können, so müssen wir etwas unternehmen, um in der Zwischenzeit die anderen Kräfte hereinzubringen. Das Ideal eines Weltkongresses können wir uns vor Augen halten. Bis aber die Möglichkeit einer Verwirklichung gegeben ist, ist es notwendig, die Mitwirkung aller Juden zu erlangen, die bereit sind, an dem Aufbau Palästinas zu helfen. Wir haben einen Vorschlag gemacht, dies auf demokratischem Wege zu erzielen: die Abhaltung einer Konferenz, zu der Vertreter von Organisationen und nicht Einzelpersonen geladen werden sollen. Sie mögen die Konferenz mit allen möglichen Sicherungen umgeben: Sie sollten aber das Prinzip unterstützen, dass keine Zeit verloren werden darf in unseren Bemühungen, neue (Kräfte für den Aufbau des Landes zu gewiinnen. Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, so werden wir doch zugeben, dass die Zionistische Organisation ausserstande ist, die Last allein zu tragen, und dass es somit ihre Pflicht ist, allen Juden Gelegenheit zu geben, unsere Möglichkeiten in Palästina schnell zu erweitern. Es gibt nur einen Gedanken, mit dem wir uns jetzt zu beschäftigen haben, und zwar: Wie bringen wir Chaluzim und immer mehr C h a 1 u z i m nach Palästina? (Lebhafter Beifall.) Vizepräsident Lipsky: Ich wurde vom t Präsidenten des Kongresses, Herrn S o k o l o w aufgefordert, zuzulassen, dass von einem Vertreter der orthodoxen Rabbiner der Vereinigten Staaten und Canadas hier einige Worte gesprochen werden, welcher in den wenigen Worten, die er zu sprechen wünscht, dem Kongress ein gewisses Ersuchen vorlegen möchte, das für alle Delegierten von Interesse und insbesondere in diesem Zeitpunkt von Wert sein werde. Ich bitte Herrn Rabbiner Levenson, das Wort zu ergreifen. Rabbiner Levenson (Vertreter des Verbandes orthodoxer Rabbiner Amerikas, hebräisch) : Wir kommen hieher als Delegation der amerikanischen Rabbiner und 216