Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 234)
- Language
- German, English, Hebrew
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alle schädlichen Illusionen entfernt und für die Erweiterung und Vertiefung der zionistischen Bewegung den Weg frei macht. Ich will nicht von der Palästinaarbeit sprechen. Das haben mir die Gesinnungsgenossen vom linken Flügel vorweggenommen. Ich ziehe nur noch die Folgerung: wir haben kein Vertrauen. Ich lege unsere Resolutionen vor: 1. eine starke Politik nach aussen gegenüber der Mandatarregierung in London und in Palästina, 2. bei der Festlegung unseres Verhältnisses zu den Arabern hat man sich von allen aufreizenden Illusionen und von Kompromissen fernzuhalten, die mit der Hauptforderung einer jüdischen Majorität in Palästina in Widerspruch stehen, 3. Liquidierung aller Widersprüche zu den demokratischen Prinzipien der Bewegung, 4. gründliche Reorganisation der zionistischen Bewegung auf der Basis einer Volksbewegung und einer grundlegenden Parlamentarisierung, 5. Unterstützung der Arbeiter-Alijah, 6. Festlegung des Schwerpunktes unserer Siedlungspolitik in der Stärkung und Erweiterung der Siedlungspunkte des arbeitenden Jischuw in Palästina. Delegierter Morris Rothenberg (Amerika, spricht englisch): Geehrte Delegierte! Ich werde mir gestatten, in englischer Sprache zu Ihnen zu reden, und bitte Sie, mir Ihre Aufmerksamkeit zu schenken. (Zwischenrufe: Jüdisch!) Vizepräsident Lipsky: . Die amerikanischen Delegierten haben in Ruhe allen Reden zugehört. Ich erwarte, dass der Kongress auch den Redner der amerikanischen Delegation ruhig anhören wird. Delegierter M. Rothenberg (englisch fortsetzend): Ich bedaure lebhaft, dass die Mitglieder der amerikanischen Delegation so wenfg Gelegenheit gehabt haben, sich an der Debatte zu beteiligen, da ich der Meinung bin, dass es von Wichtigkeit ist, dass Sie auch ihren Standpunkt kennen lernen. An uns hat dies aber sicherlich nicht gelegen. Ich sollte meinen, dass Sie, obgleich wir nur elf Stimmen auf dem Kongress haben, ein Interesse daran besitzen, zu hören, was jene zu sagen haben, die sich in den zwei Jahren seit dem letzten Kongress so rückhaltslos der zionistischen Arbeit gewidmet haben. Herr L i c h t h e i m erwähnte in seinem Berichte, dass die amerikanischen Zionisten nicht genügende Anstrengungen unternommen hätten, um Schekalim abzusetzen, und auch nicht geholfen hätten, den Goldenen Schekel zu verkaufen. Es wurde auch wiederholt und in nicht gerade schmeichelhafter Weise die Bemerkung gemacht, dass wir hier nur durch elf Delegierte vertreten sind. Verehrte Freunde, ich möchte, dass Sie sich klar darüber sein sollen, dass, wenn wir nur in einer Vertretung von einer kleinen Zahl von Delegierten hierherkommen, dies nicht daher rührt, dass wir keine Schekel verkaufen wollen; es rührt auch nicht daher, 14* 211