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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 212

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 212 (sequence 235)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5343-3481488
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dass wir uns nicht eifrig genug um die zionistische Arbeit bemüht hätten, sondern nur daher, dass unsere ganze Zeit und alle unsere Kräfte und Energien während der letzten beiden Jahre darauf konzentriert waren, das Palästinabudget zu decken. Es tut mir leid, zu sehen — es tut mir wirklich sehr leid — dass ein so grosser Teil der Generaldebatte ausschliesslich für Politik in Anspruch genommen wurde. Ich gebrauche dieses Wort nicht in irgendeinem .unrichtigen Sinne. Die Politik, im höheren Sinne des Wortes, ist gewiss sehr wichtig; ich behaupte aber: mindestens so wichtig — wenn nicht noch wichtiger — wie die Frage der Zusammensetzung der Jewish Agency ist die Beratung unserer Palästina arbeit. Ich bedauere lebhaft, dass der Kongress bisher diesem Thema so wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Im Grunde genommen, hat kein Delegierter dieses Kongresses Gelegenheit ergriffen, um den Palästinabericht, der unterbreitet worden ist, zu erörtern. Ich wage die Behauptung, dass manche der Delegierten, die hier über Politik gesprochen haben, dies lieber nicht hätten tun sollen. Ich habe den recht starken Eindruck, dass vieles von dem, was hier in der politischen Diskussion gesagt wurde, uns durchaus nicht nützen wird. Ich will nic&t darauf eingehen, was von den amerikanischen Zionisten geleistet worden ist. Ich möchte nicht, dass Sie glauben sollten, wir seien etwa hierhergekommen, um uns zu brüsten; wir seien gekommen, um Ihnen von den Wundern zu erzählen, die wir vollbracht haben. Was ich aber möchte, dass Sie begreifen, ist folgendes: dass die dringenden und vielfach beunruhigenden Telegramme aus London und von der Palästina-Exekutive in Jerusalem, dass die Kabeldepeschen von den Lehrern in Palästina und von der Aerzte-Organisation „Hadassah" — als letztere in Gefahr war, wegen Geldmangel zusammenzubrechen — ankeine der Organisationen ergingen, die hier die grösste Anzahl von Stimmen besitzen; sie wurden an die amerikanische Organisation gesandt, die bloss elf Stimmen auf diesem Kongress hat. Ich möchte Sie bitten, zu überlegen, was die Stimmen vorstellen. Und ich möchte Sie bitten, das, was wir zu sagen haben, nicht auf Grund der elf Stimmen zu wägen, die wir hier besitzen, sondern auf Grund der Tatsache, dass hinter diesen elf Stimmen Millionen von Juden stehen, die an Palästina interessiert sind; dass sie die Verkörperung einer grossen Anzahl von Zionisten sind, die Tag und Nacht an Palästina denken und ihr Bestes tun, um die schwierigen und komplizierten Fragen zu lösen, die vor uns stehen. Die Basis der Vertretung hier entspricht keineswegs der tatsächlichen Lage der Dinge. Ich glaube, wir werden eine neue Grundlage für die Vertretung auf dem Kongress finden müssen. Ich glaube,* dass die . gegenwärtige Methode der Wahl der Delegierten auf Grund des Schekefe eine veraltete Methode ist. Diese Methode war zu der Zeit anwendbar, da der Schekel die HaupteinkunftSQuelle der Zionistischen Organisation war. Heute aber, da unsere Energien zum grösseren Teile der Aufbringung von Geldern für den Keren Hajessod, der das hauptsächliche Finanzinstrument unserer Bewegung geworden ist, gewidmet sind, erscheint t*es nicht mehr angebracht, den Schekel als die ausschliessliche Basis der 212

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