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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 205

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 205 (sequence 228)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5336-3481481
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eine alte Regel im römischen Rechte, dass, wenn jemand ein Depositum reguläre bekommt, er es nicht mit anderen eigenen Gegenständen vermengen darf, und wenn ich offen sein soll — ich glaube, das grosse England weiss es und wir brauchen nicht so oft zu unterstreichen, wie gross unsere Anerkennung und unsere Dankbarkeit sind, es kann auch die freie Kritik vertragen — so muss ich mir sagen und jeder, der hineinschaut, wird es bestätigen, dass die letzten Verhandlungen mit dem König Hussein und die Verlautbarungen — die nicht nur uns, sondern auch die Jerusalemer Regierung derart überrascht haben, dass nur ein ganz bescheidenes und halb zugebendes Dementi nach diesem berühmten Telegramme am Beiramfeste erschienen ist, — gezeigt haben, dass in gewissen Kreisen dieser Charakter des Depositums vergessen wird, und dieses wird teilweise als Kompensationsgegenstand in den politischen Verhandlungen mit den arabischen Machthabern benützt. Das ist etwas, wogegen wir gleich im Anfange in aller Loyalität als loyale Opposition Seiner Britischen Majestät, aber in konsequenter Opposition uns verwahren müssen. Principiis obsta! Wir müssen gleich im Anfange gegen jede Deklaration, die den Charakter der Balfour-Deklaration ändert, auftreten und dürfen nicht zulassen, dass nach und nach eine falsche Interpretation Gemeingut der englischen Volksseele werde. Wir haben den Eindruck, dass man an gewissen einflussreichen Stellen zu vergessen beginnt, dass das ein Mandat ist, das für die Interessen des britischen Imperiums von hoher Wichtigkeit ist, dass jedoch die Beurteilung der Zweckmässigkeit und der Nützlichkeit des palästinensischen Mandates für die englische Politik nicht der Ausgängspunkt des Mandates war und es auch nicht sein kann. England ist ein Mandatar, der ein Depot übernommen hat zwecks Verwaltung bis zu einem gewissen Zeitpunkte, bis wir mündig werden, aber wir werden oft, und speziell in der Immigrationsfrage, nicht nur als noch nicht volljährig, sondern als wirklich unmündig behandelt. Denn werden wir nicht als Unmündige behandelt, wenn in bezug auf die Immigration die palästinensische Regierung, statt uns, wie es in der englischen Praxis immer war, zu sagen: Wenn Du hingehen willst, so gehst Du auf eigenes Risiko, auf Deine Gefahr und auf Deine Kosten hin und Du musst selbst trachten, dass Du durchkommst, — uns wie kleine Kinder gängelt und nach einem rechnerischen Prinzip sagt: Jetzt können wir das Gitter ein wenig öffnen, als wenn wir in einem Queue stünden und nur soviel Platz wäre, als statistisch berechnet wird. Vizepräsident Lipsky (unterbrechend): Herr Senator Ringel, das ist keine Interpellation. Delegierter Dr. Ringel: Das ist die Begründung der Interpellation. England ist dadurch gross geworden, dass es immer an seinen Verträgen festgehalten hat, und erst unlängst haben wir mit Genugtuung das Kompliment gelesen, das von dem verstorbenen Präsidenten Harding an die Adresse Englands gerichtet wurde, dass es der erste Staat ist, welcher zeigt, dass ihm die internationalen Verträge heilig sind. Wir 205-

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