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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 201

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 201 (sequence 224)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5332-3481477
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aus, der Kongress möge den Grundsatz bestätigen, dass die Organisation die Verantwortung dafür trage, dass das Erziehungswesen in Palästina im Verhältnis zu seiner moralischen Bedeutung in und ausserhalb Palästinas fortschreite. Der zweite Antrag zerfällt in zwei Teile: 1. Der Präsident der Organisation wird aufgefordert, einen A u sscltuss von fünf Männern einzusetzen, der die Universität mit ihren verschiedenen Abteilungen organisieren soll. 2. Damit die Eröffnung nicht aufgeschoben werde, wird eine Summe von 1 0.000 Pfund festgesetzt, um sofort eine Abteilung für ■Wissenschaft des Judentums zu eröffnen. Als Begründung für meinen letzten Antrag will ich darauf hinweisen, dass die Abteilung für Wissenschaft des Judentums am geeignetsten ist, aus sich heraus die Universität zu entwickeln. Wir müssen mit derjenigen intellektuellen Arbeit beginnen, für die wir der Natur der Sache nach am meisten geeignet sind, so dass wir uns durch sie auszeichnen können. Die für eine solche Abteilung notwendigen Ausgaben sind bedeutend kleiner als die, welche für die realistischen Abteilungen notwendig wären. Ausserdem fehlen der hebräischen Sprache in bezug auf realistische Fächer auch die technischen und konkreten Ausdrücke und ein ausgearbeitetes Programm. Das erschwert in der allernächsten Zeit die Begründung der realistischen Fakultäten der Universität. Ich möchte noch darauf hinweisen — obwohl ich keinen Grund sehe, warum die Orthodoxen wegen der Begründung einer Abteilung für Wissenschaft des Judentums Verdacht schöpfen sollten — dass dieser Verdacht, wenn er trotzdem vorhanden wäre, für die Begründung einer solchen Abteilung kein Hindernis zu sein braucht. Ich schlage vor, dass den Orthodoxen das Recht gegeben werde, in allen Fragen, die die Religion oder den Glauben berühren, selbst Lehrer unter denjenigen auszuwählen, die sich zu diesen Fragen in einer die Orthodoxen zufriedenstellenden Weise verhalten. Schliesslich muss doch ein Institut für die Wissenschaft des Judentums begründet \*erden, und es ist gut, wenn wir der Tatsache Rechnung tragen, dass es Meinungsverschiedenheiten gibt, mit denen gerechnet werden muss. Denken Sie an Herzls Ausspruch: Wenn Ihr wollt, ist es kein Märchen. Der Aufbau Palästinas verlangt einen gewaltigen Willen, einen Willen, der aus Interesse und Liebe quillt. Daher müssen wir — zugleich mit der Arbeit an der Lösung konkreter Probleme, die uns jetzt beschäftigen, der Probleme der Organisierung und der Aufbringung der materiellen Mittel — unsere Aufmerksamkeit zuwenden der Quelle aller Taten, dem Willen, dem nationalen Willen, der nur dann erweckt und entflammt werden kann, wenn die ersten Anzeichen einer geistigen und kulturellen Wiedergeburt zum Vorschein kommen werden. Vizepräsident Lipsky: Das Präsidium hat beschlossen, dem Delegierten Senator Dr. R i n g e 1 zu einer Interpellation das Wort zu erteilen, auf die dann die Exekutive antworten soll. 201

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