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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 192

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 192 (sequence 215)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5323-3481468
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Mitglied des A. C. Dr. Hantke (zur Geschäftsordnung): Geehrter Kongress! Ich habe in der vorigen Sitzung einen Antrag auf Beschränkung der Redezeit gestellt. Er ist bei sehr schlechter Besetzung des Hauses mit geringer Majorität abgelehnt worden. Ich stelle jetzt diesen Antrag noch einmal und beantrage: 1. Die Redezeit in der Generaldiskussion wird auf 10 Minuten festgesetzt. 2. Wenn der Redner eine Verlängerung seiner Redezeit beantragt und dieser Antrag von 30 Delegierten unterstützt wird, so hat. das Präsidium über die Verlängerung der Redezeit für diesen Delegierten den Kongress zu befragen. Delegierter Dr. Margulies: Der zweite Teil des Antrages Dr. Hantke ist ein Antrag auf Abänderung der Geschäftsordnung, müsste also selbständig beraten und verhandelt werden. Es hat keinen Zweck, solche Sachen in die Debatte hineinzuwerfen. Delegierter Abishar: Ich verlange, dass alle Anträge ins Hebräische übersetzt werden. Vizepräsident Lipsky: Ich ordne die Abstimmung über, den Antrag Dr. Hantkes an. (Nach erfolgter Abstimmung:) Der Antrag ist abgelehnt. (Lebhafter Beifall.) Mitglied des A. C. Heschel Farbstein (Misrachi-Polen, lebhaft begrüsst, spricht jüdisch): Hoher Kongress! Wenn ich zum Rechenschaftsberichte unserer Leitung Stellung nehmen soll, so wäre ich nioht objektiv, wenn ich nicht von vornherein die. grossen Verdienste unserer Leitung in der Richtung des Keren Hajess.od unterstreichen würde. Ich will offen und ehrlich sagen, dass wir mit Bewunderung die aufopfernde Arbeit unserer Führer :Weizm ann und Soko.low in Amerika und in Europa gesehen haben. Eines möchte ich aber doch feststellen. Es hat schon, mein geehrter Vorredner betont, dass Jn dem Meer der Jewish Ageney die wichtigsten und ernstesten Fragen des Kongresses ertrunken sind. Man hat darüber über Erez Israel zu sprechen vergessen. Ich gehöre vielleicht zu den letzten, die eine Misstimmung oder Pessimismus in die Seelen unserer Delegierten hineintragen möchten, denn ich betrachte Pessimismus für Schwäche. Aber wir müssen uns selbst und unseren geehrten Führern dennoch die Wahrheit sagen. Wir müssen feststellen, dass' gleichzeitig mit' dem Erfolge, den wir bei der Arbeit für den Keren Hajessod gehabt haben, ein Misserfolg in unserer ganzen p o 1 i t i s c h e n Ar b. e i t für Erez Israel zu konstatieren ist. Man muss offen sagen, dass wir seit dem Tage, an dem das Mandat bestätigt wurde, von einem politischen Misserfolg zum anderen geschritten sind, und es drängt sich'die Frage auf, wie das möglich war. Es herrscht die Meinung vor, dass unsere Kompromisspolitik und Nachgiebigkeit daran die: Schuld trägt, dass dieMandat anmacht auf (der einen Seite 'die dezddierte Haltung der arabischen Bevölkerung und auf der anderen. Seite unsere Nachgiebigkeit sieht und daher trachtet, vor allem die Forderungen der Araber, die ihr so energisch vorgetragen werden, zu erfüllen. Dieser Vorwurf der K o m p r o m i s s p o 1 i t i k trifft -nicht die Leitung, er trifft den Kongress und die Jähreskonferenz,. die diese Kompromisspolitik akzeptiert haben. Man hat einen der hesten Teile unseres alten Heimatlandes entgegen 192

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