Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 206)
- Language
- German, English, Hebrew
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Immigranten, die auf uns angewiesen sind, durch Instruktionen an die Palästinaämter verringert wird, die zu diesem Zwecke in einen streng disziplinaren Verband mit der Jerusalemer Zentrale vereinigt sein sollten, oder dass man neue Systeme der Immigration versucht, die die unproduktive Kostenlast verringern. Als solche wurde der Exekutive "in einem Berichte vorgeschlagen, man solle die Lager und Küchen schliessen und anstatt dessen Lager und Küchen auf Basis des Selbstkostenpreises zusammen mit einem Informations- und Arbeitsnachweisbureau offen halten. Dazu wäre allerdings notwendig, dass der Immigrant, der jetzt nur die Kopfsteuer in den Palästinaämtern bezahlt, noch vier bis fünf Pfund in Europa einzahlt, wogegen er von uns Bonzettel für Schlafgelegenheit und Essen bekommen soll. Die Exekutive hat diesem Vorschlage nicht zustimmen wollen, bis der Kongress darüber entscheidet Der Vorteil ist ganz klar. Erstens wird unser Budget für unproduktive Ausgaben durch Abwälzung auf die Immigranten selbst verringert, zweitens wird der demoralisierenden Fürsorge für Immigranten ein Ende gemacht. Andererseits kann ich nicht annehmen, dass gegenüber diesem Vorteil eine Forderung von vier bis fünf Pfund pro Kopf — wobei ich die niedrige Valuta in den Emigrationsländern nicht ausser acht lasse — die Emigration wesentlich hemmen würde. Der Immigrant würde sich die vier Pfund mit Arbeit verdienen, auch wenn es etwas länger dauert, den Wunsch zu erfüllen, nach Palästina zu kommen, oder er würde sich diese vier Pfund borgen. Dieses System wird auch bessere Elemente auslesen» und schliesslich kann man auch einige wenige Ausnahmen machen. Ich habe Ihnen diesen Vorschlag, den ich Ihnen ernstlich zur Ueberlegung unterbreite, nur vorgebracht, um Ihnen zu zeigen, dass, wenn die finanzielle Lage uns dazu zwingt, ein Weg möglich ist. Schliesslich möchte ich, dass der Kongress klar erkennt, dass, wenn er ein Budget für die Immigration auf den alten Grundlagen annimmt, eine beschränkte Zahl von Immigranten ins Land kommen kann, die man auf Grund der Vergangenheit berechnen kann. Es ist besser, im voraus zu berechnen, wieviele es sein können, und sich über die Zahl der Immigration im nächsten Jahre nicht zu täuschen, und es ist besser, keine Budgets anzunehmen, die keinen Sinn und keinen Wert haben und nur eine Blankovollmacht zu Defiziten an die Exekutive darstellen. Geehrter Kongress! Der XII. Kongress hat viel Zeit und Energie auf die Feststellung eines Organisationsstatuts verschwendet. Aber dieses Organisationsstatut gilt mehr für die Organisation im Galuth und betrachtet die Organisation mehr statisch als dynamisch. WTo es sich aber um den Aufbau von Erez Israel handelt, versagt es vollkommen. Es fehlt hier vollständig die Feststellung und Abgrenzung der Verantwortlichkeit. Es ist gerade dieser Teil, man könnte sagen, das werdende Staatsrecht des jüdischen Volkes, das dem Zufall überlassen ist. Im § 53 des Organisationsstatuts heisst es: „Die Exekutive ist zur Leitung der Zionistischen Organisation, zur Ausführung der Beschlüsse des Kongresses, des Zentralrates und des A. C. sowie zur Erledigung der laufenden Geschäfte berufen. Sie besteht aus 9 bis 15 Mitgliedern, von denen ein Teil 183