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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 175

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 175 (sequence 198)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5306-3481451
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die, welche aus Liebe zu Palästina und aus Ungeduld wegen des langsamen Fortschrittes nach einer breiten Einwanderung rufen und sie verlangen, verstehen nicht oder denken nicht daran, dass alle für die schwere und grosse Arbeit — eine Arbeit, die an die Grenze zwischen Tod und Leben führt — Ungeeigneten, die trotzdem nach Palästina kommen, dort eine gefährliche politische und ökonomische Situation und im Galuth eine gedrückte Stimmung und Unsicherheit schaffen. Es sind entweder kurzsichtige Menschen, oder sie reden ohne Verantwortlichkeitsgefühl. Wer wird dann für die Folgen einer solchen Einwanderung verantwortlich sein? Die Verantwortung für die Beschränkung der Einwanderung hat nicht die Regierung, sondern die Judenheit, die ihre Börsen nicht geöffnet hat, wie sie sollte, die den Aufbau Palästinas, dieses gewaltige Werk, nicht unterstützt hat. Die Einwanderung und die Kontrolle der Einwanderung muss von der Zionistischen Organisation und nicht von der Mandatarregierung ausgeübt werden. Das muss der erste feste Grundstein unserer Forderungen gegenüber der Regierung bezüglich der Einwanderung in Palästina sein. Aber vergessen wir nicht, dass Palästina kein Land für Flüchtlinge ist, für zerbrochene Kräfte und Herzen, für gedrückte Menschen, die aus den Pogromländern fliehen, um in ein rettendes Paradies einzuziehen, sondern ein Land fruchtbarer Arbeit auf Feldern von Steinen, die hart wie Eisen sind, inmitten einer Umgebung, die hart wie der Tod ist. Der Mann, den wir dort brauchen, muss stark und gesund sein, ein Mann von gewaltigem Mut und starker Hand, der vor keiner Probe zurückschrickt, der sich nicht von seiner Stelle rührt, mag geschehen, was da wolle. Und solche junge, mutige und starke Menschen, Helden wie die Grossen der Geschichte, das sind in Wahrheit unsere Chaluzim. Unsere Beschränkungen werden für die Einwanderung solcher ausgewählten Jünglinge, die bei den Vorbereitungsarbeiten im Galuth ihre Probe bestanden haben werden, nur vorteilhaft sein; während die Beschränkungen seitens der Regierung nichts getan haben, als die Einwanderung geeigneter Arbeiter zu erschweren und schlaffe Flüchtlinge aus den Massen unseres Volkes hinzubringen, die für die Arbeit ungeeignet und der Schwere der Situation nicht gewachsen sind. Und es ist Geld nötig, damit die Menschen auf ihren Posten bleiben können. Der Keren Ha j ess o d hat schon Erfolg gehabt und seine Probe bestanden. Er ist in das Herz des Volkes und in das jüdische Portemonnaie gedrungen, aber nicht so viel als nötig wäre. Es gibt in der jüdischen Welt noch ein grosses Feld für die Erfolge des Keren Hajessod. Das ganze Westjudentum Europas braucht Propaganda. Das ganze sefardische Judentum am Strande des Mittelländischen Meeres, dieses orthodoxe Judentum kann mehr geben, als es bis jetzt zum Aufbau Palästinas beigetragen hat. Der Keren Hajessod ist in Wahrheit der wichtigste Eckstein unserer Aktion in Gegenwart und Zukunft, und sein Erfolg ist gleichzeitig ein Erfolg unserer Siedlung im Lande und unseres Fortschreitens bei der Erwerbung des Landes. Er beweist den gewaltigen Willen des •jüdischen Volkes, sein Heim wieder aufzubauen, seine geistigen Werte 175

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