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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 176

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 176 (sequence 199)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5307-3481452
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zu schaffen und den Osten zu beleben. Er ist ein Zeichen und Sinnbild, dass die Zionisten keine Schar hirnverbrannter Menschen sind, dass sie eine Grundlage im allgemeinen jüdischen Leben haben, dass sie die Chaluzim des ganzen jüdischen Volkes im Galuth sind. Aber es ist die Zeit für eine gemeinsame Arbeit aller Kreise des Judentums gekommen, es ist die Zeit gekommen, den Anderen, die unsere Bewegung beobachten, vor Augen zu führen, dass bezüglich der Frage des Aufbaues unseres nationalen Heimes Alle einer Meinung sind, dass eine Arbeit und eine Hoffnung alle Kreise des Judentums in der ganzen Welt vereinigt, dass der Zionismus aufgehört hat, nur eine geistige Bewegung, eine Bewegung von Schriftstellern zu sein, und eine Bewegung des ganzen Volkes geworden ist, eine Volksbewegung, die bis in die Tiefen unserer armen und verfolgten Massen, bis zu den Spitzen der grossen jüdischen Organisationen, bis zu den mittleren und höchsten Schichten des Judentums dringt. Wir brauchen heute eine geeinigte Front gegenüber der ganzen Welt, wir brauchen die gemeinsame Arbeit des ganzen jüdischen Volkes. Ich sage, dass es notwendig und möglich und auch für unsere Idee von Vorteil ist. Schon haben wir die einzelnen Juden aller Parteien und Weltanschauungen aufgerufen, sich an unserem Aufbau Palästinas zu beteiligen; dies vom neutralen Keren Hajessod aus, und der Versuch gelang; und jetzt werden wir nicht die einzelnen, sondern das gesamte Judentum nach allen seinen Gruppen und Organisationen aufrufen. Wir werden die Parteien der Orthodoxen aufrufen, die von der Rückkehr der Schechinah an ihren Ort träumen, aus ihrer Anhänglichkeit an Religion und Ueberlieferung, aus der Tiefe ihres reinen Glaubens. Wir werden die Parteien unserer Arbeiter aufrufen, die dem Traum des Rechtes und der Gerechtigkeit nachgehen, wie ihn unsere Propheten geträumt haben, und nach der Sonne der Zukunft verlangen, um sie über die ganze Welt leuchten zu lassen. Wir werden die Wohltätigkeitsgesellschaften aufrufen, welche über alles Leid klagen und ihre Hände ausstrecken, um den wegen ihres Judentums Verfolgten zu helfen. Wir werden auch die Geldleute, die Tonangebenden und Einflussreichen aufrufen, nicht nur die Nationalen, sondern das ganze Judentum, um das Land mit den Kräften des ganzen Volkes aufzubauen, um den Völkern und Fürsten zu zeigen, dass wir wirklich und wahrhaftig ein Volk sind und alle unsere Kräfte unserer Renaissance widmen wollen. Die zionistische Bewegung, die Zionistische Organisation ist stark genug und vertraut genug auf ihre Kräfte, sie besitzt genügenden Einfluss; was hat sie zu fürchten? Sie wird mit erhobener Hand in ihren Kampf eintreten. Die Umwälzung, welche sie in dem jüdischen Gedanken hervorgerufen hat, ist gut gelungen; sie herrscht und regiert unter den Parteien des Volkes. Darum soll sie in dieser bedeutsamen, verantwortungsvollen Stunde, bevor die Schatten niedersteigen, ihre Position durch ein Bündnis mit den anderen grossen Organisationen stärken. Durch dieses Bündnis wird die Reinheit unseres Gedankens keinen Schaden nehmen. Kein Pünktchen unserer Ideologie wird den neuen Bundesgenossen preisgegeben werden, weder was das Geld, noch was die Menschen, noch was den Einfluss anbelangt. 176

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