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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 171

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 171 (sequence 194)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5302-3481447
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4. Die Stadtverwaltungen. Man wird es nicht glauben, wenn ich sage, dass Jerusalem und T i b e r i a s im „National Home" unter unserem High Commissioner dieselben Verhältnisse zeigen wie S z k 1 o w und Berdiczew in der Hölle des Ansiedlungsrayons zur Zeit der zaristischen Regierung. Obwohl die Juden die Majorität in diesen Städten sind, werden die Gemeindevorstände aus der nichtjüdischen Minorität ernannt. Obwohl der grösste Teil der städtischen Einkünfte in Jerusalem, Jaffa, Haifa usw. von Juden stammt, haben die Juden von diesen Einnahmen nichts, denn die städtische Verwaltung beschäftigt nur arabische Lieferanten und Arbeiter und boykottiert die jüdischen Arbeiter und Unternehmer. 5. Das Verhalten gegenüber der hebräischen Sprache. Obwohl die hebräische Sprache als eine der offiziellen Sprachen anerkannt wurde, zeigt die Regierung ihr gegenüber eine vollständige Geringschätzung. So verhält es sich in allen offiziellen Institutionen vom High Commissioner bis zum letzten Beamten. 6. Das Verhältnis zu den jüdischen Beamten. Die Zahl der jüdischen Beamten ist im. Verhältnis zur jüdischen Einwohnerschaft nur gering. Auf jeden jüdischen Beamten kommen zwei christliche Beamte, obwohl die Zahl der Christen in Palästina kleiner ist als die der Juden, und dabei zeigt sich die deutliche und nicht zu verkennende Tendenz in allen Regierungsinstitutionen, die jüdischen Beamten ganz zu beseitigen und „judenrein" zu werden. Ohne jedes Verschulden, ohne jeden Grund und Vorwand entlässt man täglich jüdische Beamte aller Grade, um für englische und arabische Beamte Platz zu schaffen, und es ist so weit gekommen, dass sogar die Polizei, die die Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung trägt, zum Objekt dieser Politik gemacht wurde. Man entlässt die besten Polizisten, nur weil sie Juden sind, und schädigt so in grossem Masse die allgemeine öffentliche Sicherheit 7. Das Verhältnis zu unseren nationalen Institutionen. In dieser Beziehung hat die jüdische Oeffentlichkeit in Palästina nicht jene elementaren Rechte, die die jüdische Oeffentlichkeit in den meisten Galuthländern hat und die der jüdische Jischuw in Palästina in den Tagen der türkischen Herrschaft hatte. Trotz all der vielfachen Versicherungen wurde unseren Gemeinden und dem Waad Leumi nicht das Recht einer juristischen Person verliehen und auch nicht das Recht, dem jüdischen Jischuw zur Deckung seiner inneren Bedürfnisse Steuern aufzuerlegen. Dieser Umstand demütigt und erbittert umso mehr, als die Regierung unsere elementaren Bedürfnisse nicht aus der Staatskasse deckt und wir auf eine Deckung aus eigenen Mitteln bedacht sein müssen. Und wenn im Zusammenhang mit all dem das beleidigende Verhalten der palästinensischen Regierung zur jüdischen Einwanderung und die Erscheinungen in der hohen Politik, das Bündnis mit Hussein, die Abtrennung von Transjordanien usw. in Betracht gezogen werden, sehen wir, wie armselig und schwächlich unsere Stellung im Lande des National Home ist. Sicher fällt die Verantwortung für die Situation selbst nicht 171

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