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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 169

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 169 (sequence 192)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5300-3481445
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bescheidene und beständige Alltagsarbeit, und eine solche Arbeit ist nicht nach dem Geschmack unserer Führer. So schliessen wir unsere Augen vor dem politischen Niedergang in Palästina und sehen zu, wie er von Tag zu Tag wächst und Wurzeln schlägt. Es ist die Zeit gekommen, über die Situation in Palästina klar zu sprechen. Es ist die Zeit gekommen, wo man von dieser unserer höchsten Tribüne unseren starken Protest gegen die Beleidigung und den Rechtsraab hören soll, dem wir in unserer geschichtlichen Heimat ausgesetzt sind, gegen die grobe Geringschätzung unserer Grundrechte und unserer Leibensinteressen, die für die palästinensische Regierung zu einem festen System geworden ist. Diesmal endlich soll es klar gesagt werden: die palästinensische Regierung vernachlässigt ihre vornehmsten Pflichten, die aus dem Mandate resultieren. Nicht nur, dass sie uns beim Aufbau des National Home nicht unterstützt und sich nicht darum sorgt, Palästina in jene politischen, administrativen und wirtschaftlichen Bedingungen zu versetzen, die das Jewish National Home gewährleisten würden, wie es der Art. 2 des Mandats von ihr verlangt; sie verweigert uns auch die elementaren Bürgerrechte. Bezüglich der Bürger pflichten werden wir wie unsere Nachbarn behandelt, aber nicht bezüglich der Bürger rechte. Es sieht so aus, als ob man uns für das abstrakte Recht auf die Heimat, für die leere Phrase vom National Home eine Strafe auferlegen wollte. Nicht nur, dass man der leeren Formel des National Home keinen Inhalt gibt, entzieht man uns noch, einer opportunistischen Politik zuliebe, unsere elementaren Rechte und die Wahrung unserer Lebensinteressen. Und das ist die Politik, deren sich die ganze palästinensische Regierung, vom High Commissioner bis zum letzten Beamten, bei jeder Gelegenheit bedient, sei es um irgend jemanden zu beschwichtigen oder irgendwem eine Freude zu bereiten oder um irgendwelche antizionistischen und auch einfach antisemitischen Neigungen zu befriedigen. Im folgenden seien einige Beispiele für viele angeführt. 1. Das Verhältnis zu unseren landwirtschaftlichen Kolonien. Wenn irgendwo in derWTelt Siedler in wüstes Land kommen, um dort Siedlungs- und Kulturarbeit zu leisten, springt man ihnen bei und gewährt ihnen in der ersten Zeit alle Arten von Vorteilen und Erleichterungen, um sie bei ihrem schweren Werk zu fördern. Nicht so in Palästina. Keinerlei Hilfe und Unterstützung seitens der Regierung wird unseren Landwirten und landwirtschaftlichen Chaluzim zuteil, sondern sofort legt man ihnen die ganze schwere Last der Pflichten auf. Die Regierung vernachlässigt ihre elementare Pflicht gegenüber unseren Kolonien in bezug auf die öffentliche Sicherheit und die „Wacht" zehrt an den besten Kräften unserer Bauern. Das primitive Steuersystem der Türken ist noch in Kraft. Der „Oscher" lastet schwer auf den Kolonien und lässt ihnen keine Möglichkeit, sich zu entwickeln und über ihre Schwierigkeiten hinwegzukommen, und die Regierung tut nichts, um die Lage zu verbessern. 2. Die Staatsländer eien. Der Punkt 6 des Mandats verpflichtet die palästinensische' Regierung, die zusammenhängende Ansiedlung 169

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