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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 166

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 166 (sequence 189)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5297-3481442
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werker, der Arbeiter, der Importeure, der Exporteure und der Industrie stützen sich auf das Baugewerbe. Es gab eine Zeit, nämlich nach den Pogromen in Jaffa, wo man energisch Häuser bauen musste. Es gab auch eine Zeit, wo die Bautätigkeit als die beste Kapitalsinvestierung galt. Aber im Laufe von zwei Jahren wurden in Jaffa mehr als 1000 Häuser gebaut und schon stehen Wohnungen leer. Dadurch sind freilich die Mietpreise gesunken, was für den Jischuw ein bedeutender Vorteil ist. Aber für die Bautätigkeit ist jetzt eine schlechtere Zeit gekommen. Haifa und Jerusalem brauchen noch Häuser, aber in ein paar Jahren wird dort die Lage ebenso sein wie jetzt in Jaffa. Wer ist schuld an der ökonomischen Lage in Palästina und welches sind die Wege, sie zu bessern? Schuld ist die zionistische Leitung in Palästina. Ussischkin und diejenigen, die nach ihm sprachen, bemühten sich zu zeigen, dass alle Arbeit im Lande vom Keren Hajessod ausgehe und die Privatiniative nichts leiste. Ja sie gingen so weit, zu behaupten, dass die Privatinitiative nur zur Demoralisierung führe, zu arabischer Arbeit und dergleichen. Das war die Losung des Leiters der Exekutive und seiner Anhänger, und das führte zu der Verzweiflung, die jetzt herrscht. Sie haben ein. Diagramm der Arbeit des Keren Hajessod in Palästina vor sich. Sie sehen daraus, dass von einer Million Pfund für produktive Arbeiten etwa 350.000 Pfund ausgegeben wurden. Das Minimum des Budgets für das Leben der 100.000 jüdischen Bewohner Palästinas ist 6 Millionen Pfund jährlich. Wras bedeutet die vorher erwähnte Summe im Vergleich zu dieser? Wenn nicht Privatleute gekommen wären und Millionen Pfund in Häusern und Fabriken investiert hätten, wären die Chaluzim Hungers gestorben. Aber diese vielgelästerte Privatinitiative fand bei der zionistischen Leitung keine Unterstützung. In allen Ländern, die Kolonisationsarbeit leisten, führt man den Aufbau hauptsächlich mit Hilfe der Privatinitiative durch und mit den Geldern, die der Einzelne in dem Lande investiert. Der Teil des Jischuw, in dessen Namen ich spreche, hat mich beauftragt, von dem Kongress zu fordern, dass neue Wege beschritten werden, dass man eine positive Stellung zu den Menschen einnehme, die ins Land kommen mit ihrem Vermögen, um etwas. aufzubauen. Es ist ungerecht, von Profitmachern zu sprechen, es handelt sich nicht darum, an guten Geschäften viel zu verdienen, sondern unsere Ueberzeugung ist, dass Palästina nicht durch Philanthropie und nicht durch Sozialismus aufgebaut weiden kann, sondern nur durch Menschen, die, wie überall in der Welt, mit ihren eigenen Mitteln und Kräften ihre Existenzen und damit auch das Land aufbauen. (Beifall.) Delegierter Dr. M. Glückson (Palästina, hebräisch): Man pflegt zu sagen, dass es leicht sei, die Taten anderer zu kritisieren, aber manchmal ist auch die Kritik eine sehr schwere Sache und eine sehr unangenehme Pflicht. Das fühle ich jetzt, da ich darangehe, von dieser unserer höchsten Tribüne aus die Taten, welche, die oberste 166

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