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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 165

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 165 (sequence 188)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5296-3481441
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würden reichen Segen mit sich bringen, da ihre Ansprüche im Vergleich zu ihrer hervorragenden Arbeitsamkeit sehr gering sind. Wir müssen fürwahr die Auswanderung aus diesen Ländern organisieren und an ihre Spitze einen Mann stellen, der den Geist dieser Juden, ihre Sehnsucht und vor allem ihre Sprache versteht. Wir wünschen, dass zwischen ihnen und den aschkenasischen Arbeitern Einheit und Brüderlichkeit herrschen soll. Die Vertreter aus Palästina sollen berichten, wieviel sefardische Juden gekommen sind; die zionistische Leitung hat ihnen zwar Geld gegeben, dass sie nicht verhungern, aber das genügt nicht, man muss ihnen Arbeit geben. Wenn, wie wir alle hoffen, die Einnahmen des Keren Hajessod vergrössert werden, so soll man auch dieser Sache erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden. Ich bin sicher, dass diese Dinge, so wie sie aus dem Herzen kommen, auch zu Ihren Herzen sprechen werden, und dass Sie sie mit Ernst erwägen werden, damit unsere Forderungen erfüllt werden. Nur dann werden wir gewürdigt sein, die Wiedererrichtung Erez Israels und das Erbarmen über Zion und Jerusalem zu sehen. Amen! Delegierter Jehoschua Suprasky (Palästina, hebräisch): Geehrter Kongress! Als Vertreter eines beträchtlichen Teiles der städtischen Bevölkerung und der grösseren Kolonien Palästinas erlaube ich mir auf einige Punkte im Bericht der palästinensischen Exekutive hinzuweisen. Herr Ussischkin hat in seinem Referat eine Uebersicht über die Situation in Palästina entworfen, nach der die Lage überhaupt nicht schlecht sei, nach der die Arbeitsresultate im Laufe der letzten zwei Jahre als gut zu bezeichnen seien und kein Grund zu jener Verzweiflung vorhanden wäre, wie sie auch auf dem Kongress zu spüren ist. Nach diesem Bericht müsse man nur mit verstärkten Mitteln in der Arbeit fortfahren, um Grösseres zu erreichen. Ich muss sagen, dass ich den Worten üssischkins nicht zustimmen kann, wenn er behauptet, wir hätten nur eine vorübergehende Arbeitslosigkeit in Palästina, die einzig und allein auf den Geldmangel zurückgehe, den man eben beheben müsse. Das ist nicht richtig. Man spricht jetzt in Palästina von zweitausend Arbeitslosen, aber selbst das ist nicht richtig. Die Ziffer 2000 gilt für die Arbeitslosen der „Allgemeinen Arbeiterorganisation", aber ausserhalb dieser Organisation oder auch innerhalb derselben gibt es Tausende solcher, die nur zwei oder drei Tage in der Woche arbeiten. Die dritte Alijah hat bis jetzt etwa 30.000 Menschen ins.Land gebracht, aber man kann sagen, dass davon ein grosser Teil arbeitslos und nur ein kleinerer versorgt ist. Die meisten suchen Arbeit, ohne solche zu finden. Das Referat Üssischkins beschäftigte sich nur mit 30 Prozent des Jischuw und die übrigen 70 Prozent hat es vergessen. Die jetzige Krise hat tiefere Gründe, als man ausserhalb des Landes glaubt. Sie ist begründet in der ökonomischen Struktur unserer bisherigen Arbeit. Vor dem Kriege dachte jeder Einwanderer nur an die Landwirtschaft und erst später begannen wir die Kriegswirtschaft anzuwenden, eine provisorische Wirtschaft ohne dauernde Basis. Der Kern dieser Wirtschaft ist gegenwärtig der H ä u s e r b a u. 80 oder 90 Prozent der Hand- 165

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