Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 182)
- Language
- German, English, Hebrew
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Gefahren, die mit der Jewish Agency verbunden sind. Nur durch diese Reform ist eine Krise zu vermeiden. Ich wiederhole, dass ich, wenn dem so ist, gerne alle Gefahren akzeptiere, die man hier vorausgesetzt hat, denn die Zeit drängt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Delegierter Hillel Zlatopolsky (Frankreich,.hebräisch): Geehrte Gesinnungsgenossen! Es ist jetzt schwer, über das zu sprechen, worüber doch gesprochen werden muss, nämlich über unsere dauernde Arbeit, da jetzt alle sich nur für einen Gegenstand, für die politische Frage, oder gar für eine noch engere Frage, die der Jewish Agency, interessieren. Ich spreche zu denen, die an die Kraft der zionistischen Bewegung und der jüdischen Nation glauben, und sage Ihnen, dass alle Krisen, die auf künstlichem Wege entstanden sind, über Nacht und plötzlich vorübergehen werden, wie sie bis jetzt vorübergegangen sind, und dass weiter die Sonne im Osten aufgehen und im Westen untergehen wird. Wir müssen nun unsere Aufmerksamkeit auf die Reden lenken, die wir als Rechenschaftsbericht gehört haben. Wir müssen unsere zionistische Arbeit fortsetzen und uns nicht auf den Kampf um abstrakte Angelegenheiten beschränken. Beginnen wir mit dem Bericht über die Arbeit in Palästina. Er lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: einerseits war es ein detaillierter Bericht über ganz kleine Taten, andererseits über den Mangel an System. Man berichtet uns voll Freude, und die Führer sind glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, die Bodenfläche um 70.000 Dunam zu erweitern, eine Bodenfläche, die in Polen e i n kleiner Grundbesitzer hat. Wir müssen im Bericht ein mangelndes Interesse für Fragen der Wirtschaftspolitik feststellen. Wir finden keinerlei Mitteilungen über die Aussichten der Arbeit, über das Problem der Arbeitslosigkeit, keinerlei systematische Mitteilungen darüber, ob und wodurch man Arbeit von der Regierung bekommen könnte, darüber, welche öffentlichen Arbeiten zu leisten sind, wie man Arbeit von Privatleuten bekommen könnte, weiches die weiteren Aussichten sind usw.; mit einem Wort, wir erfahren aus dem Berichte gar nichts darüber, wohin wir steuern. Wir finden auch keine Mitteilungen bezüglich der Zollfrage und der Schutzzollpolitik. Wir wissen, dass der Oberkommissär von Palästina zur Partei gehört hat, die das Schutzzollsystem bekämpfte, und es würde uns interessieren, zu erfahren, wie er sich in Palästina zu der Frage verhält. Wie wäre dann unsere Situation in Palästina? Solche Mitteilungen wird man im Berichte vergebens suchen. Nun wollen wir unsere Aufmerksamkeit dem Berichte des Wirtschaftsrates zuwenden. Dieser Bericht ist kurz, und es ist schade, dass man bei uns nur für abstrakte Kritik ein Interesse hat, sich aber mit Zahlen nicht gern abgibt. In dem erwähnten Bericht ist von der Hypothekenbank in Palästina die Rede; Sie erfahren aus ihm aber keine genauen Zahlen, Sie erfahren weder, was die Bank bis jetzt gemacht hat, noch wie ihre gegenwärtige Lage ist. Wir haben sogar gehört, dass wir in Palästina überhaupt keine Hypothekenbank haben, obwohl von dieser 159