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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 158

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 158 (sequence 181)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5289-3481434
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von Jaffa und Haifa hat nicht die politische und soziale Bedeutung, welche eine Bodenpolitik in Jerusalem haben könnte. Im Gegenteil, er hat Boden, den er in Jerusalem hätte kaufen können, preisgegeben zugunsten von Agrarboden, mit dem er jetzt nichts anfangen kann. Es ist so weit gekommen, dass der J. N. F. zur Untätigkeit verurteilt ist. Der Boden in Jerusalem, den er abgestossen hat, ist an die Bodenspekulation übergegangen, und es ist merkwürdig, dass, wenn wir den Bericht eines zionistischen Institutes wie des J. N. F. lesen, wir die Bemerkung finden, dass Bodenkauf in den Städten eigentlich nicht nötig sei, weil so viele Privatpersonen dort Boden kaufen. Das ist eine Absage an jede Bodenpolitik, das ist eine radikale Systemlosigkeit und in Widerspruch mit den Londoner Beschlüssen, aber es heisst nicht Bodenpolitik führen, die nicht nur eine Wohnungspolitik, sondern auch für den Aufbau der Städte notwendig ist. Der J. N. F. hat ferner einen Schätzungsbericht veröffentlicht, auf den Herr Ussischkin hingewiesen hat. Ich bedaure, dass der J. N. F. diesen Bericht publiziert hat. Es fehlt darin gerade das, was ein solcher Bericht enthalten muss: die objektive Grundlage der Schätzung. Im Berichte ist deutlich die subjektive Grundlage nachzuweisen. Wir schätzen zum Beispiel diesen Boden höher ein, weil es ein erster Versuch ist, Boden in der Nähe von Jerusalem zu kaufen. Das ist eine subjektive Einschätzung und hat mit der objektiven Einschätzung nichts zu tun. Im Berichte des J. N. F. ist ferner alles weggelassen, was die Möglichkeit zu einer objektiven Kontrolle dieser Schätzung gibt, nämlich eine Feststellung der Produktivität und eventuell der Rentabilität der Besitzungen. Sie finden im Berichte des J. N. F. beinahe von jeder Kuh die Angabe, wieviel Milch sie gibt, aber Sie werden vergebens nach einer Angabe der Ernte suchen, was doch zumindest dieselbe Bedeutung hat. Es fehlt also alles, was nötig ist, um die Grundlagen der Schätzung zu beurteilen. Wir haben also einen subjektiven Bericht. An sich wäre das nicht schlimm, aber ein solcher Bericht hat doch Geld gekostet, hat aber keinen praktischen Wert für die Bilanzarbeit. Diesem Berichte, den Herr Ussischkin so gerühmt hat, fehlt jede praktische Bedeutung, und ich betrachte es als ein Kennzeichen für unsere Verwaltung in Palästina, dass sie diesen Bericht veröffentlicht hat und so stolz auf den Inhalt ist. Ich will nun resümierend sagen, dass in der Bewegung ein neuer Geist zu bemerken ist, der zur Reorganisation und Verbesserung unserer Arbeitsmethoden auf allen Gebieten strebt. Es ist aber nicht genügend, dass dieser Geist besteht, sondern die Leitung muss sich für die Durchführung dieser neuen Bestrebungen verantwortlich machen. In diesem Sinne, glaube ich, müssen wir die Jewish Agency akzeptieren, aber nur genau in der Form, wie Professor Weizmann sie verlangt, ohne Kompromiss, wie ich ausgeführt habe, aber so, dass Professor Weizmann erklären kann, dass er dann auch für die Durchführung der Jewish Agency mit seiner Person einsteht und die Verantwortung für die Zukunft übernehmen kann. Ich frage: Können wir darin ein Streben unserer Leitung erblicken, um zu einem neuen System unserer Arbeit in Palästina zu kommen? Wenn wir das darin sehen dürfen, so akzeptiere ich gerne alle 158

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