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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 154

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 154 (sequence 177)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5285-3481430
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hält, so kann man sich schwer vorstellen, inwieferne unsere politische P o s i t i o n in Palästina noch geschwächt werden kann. Ich behaupte, dass diese Position nicht schwächer werden kann, als sie jetzt ist. Die englische Mandatsregierung hat die Einwanderung straffer geregelt als in anderen Ländern, wo Juden einwandern und wofür wir kein Mandat zur Errichtung der jüdischen Heimstätte bekommen haben. Ich glaube, dass das Hauptgewicht darauf gelegt werden muss, dass wir in Palästina in der Behandlung der Juden keine Priorität, sondern eine Parität bekommen haben. Ich verstehe, dass man, um die Araber nicht zu beunruhigen, deutlich ausgesprochen hat, dass die Juden als palästinensische Staatsbürger keine besonderen Rechte beanspruchen. Aber das soll nicht heissen, dass eine Prioritätsstellung unserer Rechte als Volk für den Aufbau in Palästina nicht notwendig ist. Das letzte Jahr war nicht nur politisch, sondern auch finanziell sehr schicksalsvoll. Unsere Arbeit in Palästina war in Gefahr, sie drohte zu stocken, und ich muss anerkennen, dass es Professor W e i z m a n n durch sein persönliches Auftreten in Amerika gelungen ist, diese Krise zu überwinden, dass es ihm durch seine hingebende Arbeit gelungen ist, diese Krise zu beschwören. Ich glaube, dass wir ihm von dieser Tribüne aus dafür Anerkennung zollen müssen. Ich verstehe, dass unser Führer in dieser Position nicht die Verantwortung tragen will, vor eine neue Krise gestellt zu werden, und daher begreife ich, dass uns jetzt diese Vorschläge für eine Jewish Agency übermittelt werden, die jetzt den Mittelpunkt dieser Debatte bildet. Man kann zwei Argumente für diesen Vorschlag anführen. Das eine liegt in der Notwendigkeit, unsere finanzielle Leistung zu erhöhen, das andere darin, zu einer Reform unserer Arbeit zu gelangen und auf diese Weise zu erreichen, was unsere Leitung auf dem einfachen Wege der Reform nicht erreichen zu können gemeint hat. Ich bin nicht der Meinung, dass die Heranziehung neuer Kräfte und die Sicherung unseres Budgets auf dem Wege der Jewish Agency richtig ist. Ich habe mir immer vorgestellt, dass wir neue Kräfte heranziehen werden, wenn wir unsere Arbeit dezentralisieren und wenn wir dann die neuen Kräfte, die sich in Palästina betätigt haben, in einer Jewish Agency konzentrieren, nachdem sie gezeigt haben, inwieweit sie in Palästina tätig sein wollen und können. Nun will ich nicht über die Jewish Agency und ihre Einrichtungen selbst sprechen. Was dafür und was dagegen zu sagen ist, ist ziemlich breitgetreten worden, und ich glaube nicht, dass man neue Momente anführen kann. Ich habe den Eindruck, dass der Präsident der Bewegung sich vollkommen der Gefahren bewusst ist, welche auf diesem Wege der Bewegung drohen. Um mit unserem verehrten Präsidenten S o k o 1 o w zu sprechen, sind es insbesondere die Gefahren, welche daraus resultieren, dass man Juden, die in zionistischem Sinne noch gar keine Gere Zedek sind, beabsichtigt zu Oberrabbinern von Prag zu ernennen. Die Frage der Jewish Agency ist eine Frage der neuen Leitung, deren Wahl der Behandlung der Jewish Agency vorausgehen müsste. Die Frage der Jewish Agency ist auch keine Frage der Zweck- 154

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