Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 159)
- Language
- German, English, Hebrew
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heranziehen will, die die jüdische Plutokratie vertreten, während die Länder der jüdischen Massen unvertreten bleiben werden. Wir sind der Ansicht, dass die Heranziehung von Juden zur Mitarbeit nur geschehen kann auf der Basis der Mobilisierung von Mitteln für den Aufbau von Erez Israel. Wir glauben, dass die Zionistische Organisation die Form dafür schon gefunden hat. Es ist der Keren Hajessod und die Einberufung des jüdischen Weltkongresses auf demokratischer Grundlage. So lange der Weltkongress nicht einberufen werden kann, ist der Weg der Beteiligung von Vertretern der nichtzionistischen Judenheit der Weg des Keren Hajessod. Die Elemente, die für den Aufbau Palästinas Opfer bringen, haben ihre Reife zur Mitarbeit bewiesen. Das ist die allgemeine prinzipielle Erklärung, die ich abgeben will. Wir werden bei der allgemeinen Debatte über die Jewish Agency noch darauf zu sprechen kommen. (Lebhafter Beifall.) Delegierter Dr. S. Daiches (zur Geschäftsordnung): Ich beantrage, die Redezeit auf eine halbe Stunde zu beschränken. (Beifall.) Vizepräsident Lipsky (nach vorgenommener Abstimmung): Der Antrag ist angenommen. Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr. Arnold Barth: Ich beabsichtige nicht, mich in die Debatte einzumischen, sondern ich habe hier nur namens des Wirtschaftsrates eine Erklärung abzugeben. Die Ausführungen des Herrn Kaplansky könnten einen Irrtum über die Frage der Subvention des Keren Hajessod an den M i s r a c h i aufkommen lassen. Der Sachverhalt ist folgender. Der Misrachi hatte ein eigenes, durch eigene Sammlungen aufgebrachtes Budget von 18.000 Pfund im Jahre. Das Arrangement des Misrachi mit dem Keren Hajessod beruht auf der Voraussetzung, dass der Misrachi sich verpflichtet, diese Sammlungen einzustellen und ausschliesslich für den Keren Hajessod zu arbeiten. Er erhielt dafür eine Rückvergütung in der Gesamtheit von 25.000 Pfund. Das ist der Sachverhalt. Mitglied des A. C. und des F. & W. R. Ing. S. Kaplansky: Ich erkläre, dass ich nicht bei der Sitzung des Wirtschaiftsrates war, die Herrn Dr. Barth die Ermächtigung zu dieser Erklärung gegeben hat. Mitglied des A. C. Robert Stricker (Vorsitzender des Permanenzausschusses): Geehrter Kongress! Ich habe Ihnen im Namen des Permanenzausschusses Vorschläge betreffend die Bildung der Kommissionen und der Unterausschüsse zu unterbreiten. Nach der Geschäftsordnung hat der Kongress eine Resolutionskommission zu wählen. Dieser Resolutionskommission obliegt die Aufgabe, alle Anträge, bevor sie in das Kongressplenum kommen, bezüglich ihrer Textierung, nicht bezüglich ihres sachlichen Inhaltes zu prüfen, um Widersprüche, die in der Redaktion gelegen sind, auszugleichen. Der Ausschuss besteht aus sechs Mitgliedern. Virilisten in diesem Ausschusse sind der Vorsitzende des Kongressgerichtes, der Vorsitzende des Ehrengerichtes und der Kongressanwalt. Der Permanenzausschuss schlägt Ihnen die Wahl folgender sechs Mitglieder vor: 136