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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 134

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 134 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5265-3481410
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nicht genug solidarisiert hat und keine systematische und energische Aktion entfaltet hat, um diese Forderungen zu befriedigen und die Administration in Erez Israel zu säubern. Vor zwei Jahren haben wir von dieser Tribüne aus die Leitung der zionistischen Bewegung wegen der Ereignisse in Transjordanien zur Verantwortung gezogen. Man hat das damals vertuscht. Heute finden wir im Bericht der Exekutive unter dem Titel Transjordanien zwei Dokumente zitiert, wie man die Bestimmungen des Mandats hinsichtlich der jüdischen Kolonisation in bezug auf Transjordanien vereitelte und wie man vor einigen Monaten die Unabhängigkeit Transjordaniens erklärte. Dieses Kapitel im Bericht macht einen merkwürdigen Eindruck. Es wird darin erzählt* was die Regierung und der Völkerbund gemacht haben, aber nicht, was die Exekutive getan hat, um die Losreissung Transjordaniens von Erez Israel zu verhindern. Unsere allgemeine Stellung zur Politik der Leitung hat sich nicht geändert. Bis heute leidet die zionistische Politik an zwei Grundfehlern. Auf der einen Seite haben wir nicht verstanden, die öffentliche Meinung Englands und der Welt für die Forderungen des . jüdischen Volkes in Erez Israel zu organisieren. Die zionistische Bewegung lebt ferner noch immer in dem Wahn, dass die internationale Lage Palästinas und die Stellung Englands in Palästina durch das Mandat auf immer fixiert sind. Die Stellung Englands zu Erez Israel ist abhängig von den Strömungen in der öffentlichen Meinung, von der Gruppierung der Parteien und vom Kampfe der gesellschaftlichen Kräfte. Es wird immer deutlicher, dass alle reaktionären, konservativen Kräfte im englischen Volke sich gegen die jüdische Kolonisation von Erez Israel wenden, dass sie sich immer mehr dem System der Beherrschung des arabischen Ostens und eines Bündnisses mit den herrschenden Schichten der arabischen Welt ohne die Juden und gegen die Juden zuwenden. . Nur die radikalen, die wahrhaft demokratischen Elemente des englischen Volkes verstehen unsere besondere Lage, verstehen die Forderungen des jüdischen Volkes in Erez Israel und sind bereit, uns ehrlich zu unterstützen. Die Tatsache darf nicht übersehen und verschwiegen werden, dass von allen englischen Parteien die Labour-Party die einzige ist, die sich als Partei mit den Forderungen der jüdischen Arbeiterklasse und des jüdischen Volkes in bezug auf Erez Israel solidarisch erklärte. (Beifall.) Der zweite Grundfehler der zionistischen Politik ist, dass wir uns zu sehr darauf verlassen haben, dass England die Rolle eines Vermittlers zwischen Juden und Arabern übernehmen wird. Es gibt Strömungen in der Bewegung, die gemeint haben, England werde sich in die falsche Position drängen lassen, die arabische Opposition gegen die jüdische Kolonisation mit gepanzerter Faust niederzuhalten. Auch von dieser Illusion muss sich die Bewegung befreien. Die englische Oeffentlichkeit, das englische Volk wird unsere staatsmännischen Fähigkeiten danach einschätzen, ob es uns gelingen wird, uns direkt mit der arabischen Bevölkerung zu verständigen. 134

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