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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 133

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 133 (sequence 156)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5264-3481409
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Vizepräsident Lipsky: Der Kongress hat viele Angelegenheiten zu besprechen. Er beschäftigt sich nicht ausschliesslich mit den Differenzen zwischen dem Misrachi und den Poale Zion, und es scheint mir nicht richtig, die Zeit des Kongresses mit diesen Differenzen in Anspruch zu nehmen. Ich: muss Sie ersuchen, sich mit allgemeinen Angelegenheiten zu beschäftigen. Mitglied des A. C. Kaplansky: Ich schätze Ihre Meinung, aber ich versichere Sie, dass die Tatsachen, über die ich rede, von allgemeiner Bedeutung sind. Wir können unser Budget nach zwei Gesichtspunkten aufbauen. Der eine wäre, dass es nur solche Posten enthält, die uns gemeinsam sind, die die Befriedigung von allgemeinen Bedürfnissen betreffen. Wir können aber nicht Posten hineinnehmen, welche zur Befriedigung von Bedürfnissen dienen, die sich aus bestimmten politischen und kulturellen Anschauungen eines Teiles des Jischuw ergeben. Der zweite Grundsatz ist der, dass wir zu keinem gesunden Budget kommen, wenn wir uns die unmögliche Aufgabe stellen, die Funktion eines Staates zu übernehmen und alle Bedürfnisse zu befriedigen. Es muss Raum für die Selbständigkeit des Jischuw bleiben. Wir stehen auf dem Standpunkte, dass der Jischuw für sein eigenes Schulbudget und für die sanitäre Arbeit mehr tun muss. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien ist nur möglich, wenn wir uns auf die Sachen beschränken, die uns vereinigen, und alles ausschliessen, was uns trennt. Es ist nicht möglich, dass Arbeiter und Sozialisten für den Keren Hajessod arbeiten, wenn dessen Mittel dazu benützt werden, eine Arbeiter-Partei gegen die Sozialisten zu schaffen. (Lebhafte, lange andauernde Unruhe.) In unserer Diskussion hat die Frage unserer kolonisatorischen Tätigkeit sowie des Budgets einen grossen Platz eingenommen. Es ist gewiss besser, dass wir uns schon in der Generaldebatte mehr mit ökonomischen als mit politischen Fragen beschäftigen. Trotzdem ist es nicht möglich, das politische Element aus der Debatte auszuschliessen. In bezug auf die politische Situation muss ich wiederholen, was wir vor zwei Jahren und auf der Jahreskonferenz gesagt haben. Die Immigration ist noch immer begrenzt und erschwert. Die Forderung nach Autonomie des Jischuw und des Waad Leumi ist noch nicht befriedigt. Die Subvention, die die Palästinaregierung unserem Schulwerk gibt, steht in keinem Verhältnisse zu dessen Umfang und zur Grösse der jüdischen Bevölkerung. Die Zusammensetzung der Administration m Erez Israel bleibt in hohem Masse unbefriedigend und beunruhigend. Das Faktum bleibt, dass die Administration mit antijüdischen und antizionistisohen Elementen durchsetzt ist, welche die ehrliche Durchführung der Bestimmungen des Mandats sabotieren und einem ehrlichen Ausgleich und einer Verständigung zwischen Juden und Arabern im Wege stehen. Wir haben den Eindruck, dass die zionistische Exekutive nicht genug getan hat, um diese negativen Erscheinungen zu bekämpfen, dass sie sich mit dem Waad Leumi 133

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