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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 120

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 120 (sequence 143)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5251-3481396
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der Arbeit nicht gewachsen sind. Und gehen diese Teilhaber dann weg, dann wird man erst recht sagen: Ihr seid der Arbeit nicht gewachsen. Und dann wTerden wir viel schwächer sein. Es ist lächerlich, zu sagen, dass sie nie weggehen werden, Wir müssen die schwersten Konflikte voraussehen mit Menschen, die sich nicht im Zentrum unserer Bewegung, sondern an der Peripherie befinden. Haben Sie sich denn vorgestellt, dass der Zionismus ohne Schwierigkeiten, ohne ungeheure Opfer, nur mit kleinen Unannehmlichkeiten, mit kleinen ,,Zores" verwirklicht werden wird? Wenn in Palästina ein paar tausend Chaluzim arbeitslos geworden sind und ein paar hundert Menschen aus Palästina weggehen, dann entsteht schon eine Panikstimmung. Was wird geschehen, wenn der Aufbau des Landes weitere Opfer, Blutopfer von uns verlangen wird? Welche defaitistische Stimmung wird dann kommen? Man hat uns gesagt, wir seien in London bei der Zentralregierung stark, unsere Positionen seien dort fest, wir brauchen keine Furcht zu haben. Wie kommt es nun, haben wir gefragt, dass jemand, der in London unser Freund ist, uns in Palästina bekämpft? Wir haben darüber Verschiedenes gehört und gesagt. Das Richtige scheint zu sein, dass wir in London in ebenso schlechter politischer Situation sind wie in Jerusalem. Wir haben die ganze Zeit über in einem Irrtum gelebt. Vielleicht waren unsere Exekutive und unser Präsident in dem gleichen Irrtum befangen. Wir konnten in diesem Irrtum leben, aber der Präsident und die Exekutive durften es nicht. Ich habe die ganze Zeit hindurch in Wort und Schrift die Politik unserer Exekutive und unseres Präsidenten Weizmann mit meinen bescheidenen Kräften unterstützt. Die politische Konjunktur, die in den Jahren 1917 und 1918 und vielleicht noch 1919 so günstig war, ist in den Jahren 1920, 1921 und 1922 von Tag zu Tag schlimmer geworden. Ich habe mehrmals gesagt, wir können nicht einen Kampf auf zwei Fronten führen; wir können einen Kampf nicht führen, wenn wir zu schwach sind. Wir müssen stärker werden, wir müssen uns zum Kampf rüsten. Ich will nicht wieder das Bild anführen von dem Führer, der die Spitze des Berges erreicht hat und nun das Volk nicht hinaufführen kann, .sondern vom Volk hinuntergezogen wird. Ich habe mir aber vorgestellt, dass wir unseren Prinzipien treu bleiben und doch alle Anstrengungen machen werden und nie aufgeben, das Volk heraufzuziehen. Das tragischeste Wort, das einmal von Dr. W e i z m a n n ausgesprochen wurde und das er oft wiederholt, ist: Jüdisches Volk, was hast du getan, jüdisches Volk, wo bist du? Daraus soll folgen, dass man das jüdische Volk iinermüdlich suchen und finden muss. Aber will man es in den Salons und in den Organisationen der Geldjuden suchen und finden? Will Herr Präsident Weizmann das jüdische Volk, das er seit fünf Jahren sucht, dort finden? Herr Präsident Weizmann war einmal Führer der demokratischen Fraktion. Ich möchte als ein ehemaliges Mitglied der demokratischen Fraktion, als das Gewissen der demokratischen Fraktion zu ihm sprechen. Wir dürfen nicht untreu werden dem Prinzip der Volksbewegung, 1.20

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